Ich sattle die Hühner, ich mach’ mich vom Acker, ich verschwinde von der Bildfläche, mach’ mich dünn, haue ab. Mach’ die Fliege, entfleuche, weiche, mach’ mich unsichtbar, löse mich in Luft auf. Ich quittiere den Dienst, räume das Feld, mache Platz, trete zurück, danke ab und gehe. Kurz: Ich habe gekündigt und gebe heute meine letzte Vorstellung.
So begann mein Abschiedsmail an den Helpdesk. Am Wochenende ging ich das letzte Mal für cablecom telefonieren. Einer meiner Logins funktionierte bereits nicht mehr; zudem schmierte das Computer-Telephone-Interface ab (böse Zungen würden jetzt “typisch” denken, wenn Zungen denken könnten). Die Kunden, häufig Welsche – wie immer am Wochenende – waren recht freundlich – wie selten am Wochenende – und ich konnte in den meisten Fällen helfen (hob die intrinsische Motivation).
Die Kollegen verabschiedeten sich ganz nett und freuten sich mit mir über meine neue Arbeitsstelle. Das Geschäft scheint den meisten Leuten ein Begriff zu sein, und ein ziemlich positiv konnotierter noch dazu. Und dort ist es auch wirklich toll and more, aber davon ein andermal.
