• 18 Mrz 2008 /  MainlyBrabbel

    Einen Tag nach der Gamernacht, bei der ich mich der kompetitiven Auseinandersetzung freiwillig enthielt, machte ich etwas Sport. Hier der Matchbericht aus der Luzerner Landschaft.

    Voller Spannung betrete ich den Saal des Hotels Kreuz in Schüpfheim, mitten im Biosphärenreservat Entlebuch. Im rustikalen Ambiente tummeln sich bereits viele Konkurrenten. Sie sind mit Startvorbereitungen beschäftigt. Einige gehen im Kopf noch einmal ihre Ziffern durch, andere rechnen konzentriert. Ich wähle meine zwei Karten mit stoischer Ruhe und begebe mich mitten in den aufgeregten Haufen. Einige Minuten später dann der Beginn des ersten Ganges. Ich sage mir: “Ja, ich will siegen!”. Immer und immer wieder. Aber nur wenige Minuten später passiert es: jemand schreit, dann noch ein paar – es sind Schreie des Sieges – und der erste Gang ist beendet. “Das ging aber schnell!”, denke ich mir.

    Der Weg nach ganz vorne
    Wie konnte der Sieg nur an mir vorübergehen? Im Verlauf des Matches bin ich einige Male nah dran. Die Konkurrenz ist hart. Es kristallisieren sich einige Favoriten hinaus. Ich sehe ihnen in die Augen: da ist es, dieses Funkeln. Der Ehrzeiz, der den Sieger ausmacht. Ich lege mir eine Strategie zurecht: das Feld von hinten aufzurollen. Die Stimmung ist bisweilen nervenzerreissend: “hudle, bitte hudle!” ruft eine Einheimische. Der Spielleiter reagiert nicht, auch er ist gespannt auf den Ausgang des Spielzugs.

    Der Gang, der alles entscheidet
    Konzentriert mache ich mich an den finalen, 20. Gang. Ich spüre: Meine Gewinnchancen haben sich verdoppelt. Jetzt ist es soweit: ich komme der Ziellinie näher. Ich bleibe hochkonzentriert, schmettere Scheibe um Scheibe auf das Spielfeld. Ein Zermürbungskampf. Das Herz beginnt wild zu pumpen, die entscheidende Zahl fällt, ich mobilisiere meine letzten Kraftreserven und presse es durch meine Lippen aus mir heraus: “Lotto!!!”

    Der Sieg ist mein, heimtragen darf ich eine Früchtekiste mit Waren im Wert von 40 Franken. Wobei ein Bund Bananen noch das Fruchtigste ist, neben Schoggi, Wein und Biscuits.

    So ein Lotto (für alle Ausländer: Bingo) ist eben schon spannend. Dies hier war eher langweilig, auch von den Preisen her. Und ohne den Häfeli Fritz macht es eben auch nicht solchen Spass.


    Im dritten Gang waren die Preise besonders abwechslungsreich: 1. bis 5. Gang: Früchtekiste, 40 Franken

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