15 Jun 2008 /
MainlyBrabbel
Das war der erste Gedanke, nachdem ich den doppelseitigen Geschäftsbericht (Seiten 4f.) in der Kundenzeitschrift meiner Krankenkasse gelesen hatte.
Mein Lieblingssatz daraus:
Dank integralen Informationssystemen erhalten diese rechtzeitig Meldung über die Arbeitsunfähigkeit von erkrankten und verunfallten Mitarbeitern, sorgen mit ihrer grossen Erfahrung und ihren Kenntnissen über die regionalen Kompetenzzentren für die wirkungsvollste Behandlung und helfen mit, dass eine zielführende Wiedereingliederung am Arbeitsplatz bestmöglich realisiert wird.
Ich glaube kaum, dass hier ein ausgebildeter Redaktor schreiben durfte. Der Rest der Zeitschrift ist besser geschrieben. Deshalb vermute ich, dass der Chef hier selbst die Feder in der Hand gehalten hat. Ist ja wichtig, so ein Geschäftsbericht.
Laut leichtlesbar.ch resultiert aus diesem 43-Wörter-Monstersatz ein Flesch-Lesbarkeitswert von -47. Als Vergleich gibt jene Website den durchschnittlichen Flesch-Wert einer anspruchsvollen Zeitung an: 20–40, aber wohlgemerkt NICHT im Minusbereich. Jaja, ich weiss, dass der Flesch-Wert für englischsprachige Texte entwickelt und die Lesbarkeit etwas oberflächlich aus Wort- und Satzlängen ableitet. Aber wenn man bei diesem Satz ranginge und einmal die Notwendigkeit jedes Adjektivs überprüfte, würde man schnell zu einem besseren Flesch-Wert kommen.
Ein weiterer schöner Satz:
Es liegt an den Kranken- und Unfallversicherern, zusammen mit den Leistungserbringern neue Entschädigungsmodelle zu entwickeln, welche die Wirkung respektive die Qualität der Gesundheitsversorgung ins Zentrum stellen und die Versicherten bei ihrem Gesundheitsverhalten und beim Konsum von Gesundheitsdienstleistungen in die Mitverantwortung nehmen.
Und zum Schluss noch ein schönes Wort:
Kompetenzleaderschaft
Ohne Kommentar.
Tags: pr, publizistik, sprache, unternehmenskommunikation
08 Mai 2008 /
MainlyBrabbel
Bitte erst den Zeitungsausschnitt lesen und dann erst meine Anmerkungen dazu… Merci!

Quelle: Luzerner Woche vom 07.05.2008
Read the rest of this entry »
Tags: barcelona, ch, event, grammatik, journalismus, lozaern, luzern, neustadt, pr, pragmatik, ramblas, rechtschreibung, semantik, sprache, sprachkritik
13 Mrz 2008 /
MainlyBrabbel

Da liegt heute doch tatsächlich ein Brief aus Rom im Kasten. Ich umschreibe mal grob: Wahlwerbung, schwülstig auf die traditionellen Werte der Italianità besinnend. Prodi und der Linken vorwerfend, dass der Ruf Italiens unter Neapels Müllbergen begraben liege. Unterschrieben ist er von Berlusconi. Er wendet sich an alle Ausland-Italiener und wünscht, dass wir Mitte-Rechts und damit ihn wählen. Das ist ja lustig.
Lieber Silvio: leider nein. Ich umarme Dich zurück.
Gruss, Dein reidan
Tags: berlusconi, italia, politik, pr, propaganda
01 Nov 2007 /
MainlyBrabbel
Am Morgen lief mir immer eine Liedzeile aus diesem Song nach.
Am Nachmittag dann etwas hiervon. Morgen Kurs. Hoffentlich lassen die sich auf mein tiefes Niveau herab.
Tags: alltron, arbeit, leben, pr
12 Okt 2006 /
Allgemein
Die Themen dieses Artikels sind die Vorzüge der Arbeit in kleineren Betrieben und mein Interesse an der praktischen Ausübung von Public Relations.
A friend of a friend of a friend – soziale Netzwerke sind cool. Sites wie Klassenfreunde (am besten einloggen) oder Xing (Eingeloggte sehen u.a. meine Kontakte) ermöglichen die Suche nach alten Schulkameraden bzw. Arbeitskollegen, die man aus dem Auge verloren hat. Oder sie machen es einfach, neue Kontakte zu knüpfen.
Wer auf openBC/Xing meine Arbeitserfahrung betrachtet, sieht, dass ich schon bei KMU und bei Grosskonzernen gearbeitet habe. Beides hat seine Vorteile. Während bei den “Grossen” nach meiner Erfahrung eine relativ starre Organisation mit grosser Differenzierung zwischen den Funktionen herrscht, ist bei den “kleinen” Unternehmen oft eine flexiblere Job Description möglich. In kleinen Unternehmen sind mehr Generalisten gefragt, was nicht heisst, dass die Spezialisten in Grossunternehmen in jedem Fall mehr von ihrem Fach verstehen…
So, jetzt habe ich aber extraweit ausgeholt…
Bei meinem Arbeitgeber Brack Electronics AG sind Public Relations und Marketing Communications gemeinsam in der Marketingabteilung organisiert. Deshalb komme ich auch in den Genuss, für beide Organisationsfunktionen Texte zu verfassen. Die Kommunikation mit Anspruchsgruppen wie Medien, Verwaltung oder Mitarbeitern interessiert mich in letzter Zeit besonders, weshalb ich mich auf diesem Gebiet weiterbilden möchte. Zwar habe ich während meines Studiums diverse Vorlesungen zum Thema besucht und wichtige Arbeiten (aus dieser wissenschaftlichen Serie) gelesen, doch fehlt der Praxisbezug. Dieser Kurs am Schweizerischen PR-Institut ist etwas teuer, wurde mir aber ans Herz gelegt. Den Einstieg suche ich mit folgender Praxisliteratur:
Das Buch aus dem Praxium-Verlag (mittlerweile gibt es eine neuere Auflage) macht eher oberflächliche, konkrete Vorschläge. Das Beltz-Buch dagegen ist hintergründiger verfasst, wobei auch die Planung von PR-Massnahmen nicht zu kurz kommt. Mit einer Rezension warte ich, bis ich beide durchgelesen habe. Sie wissen ja, wo Sie wieder hinkommen müssen.
Tags: ausbildung, beltz, buch, Campus, klassenfreunde, netzwerk, openBC, pr, praxium, public_relations, sozial, spri, textakademie, verlag, vs, xing
09 Okt 2006 /
Allgemein
InfoWeek.ch schreibt über die Ergebnisse der Kundenmonitor-Befragung, die branchenübergreifend nach der Zufriedenheit über 8400 Kunden mit 200 Dienstleistungsunternehmen gefragt hat. Die cablecom landete in den hinteren Rängen. Deren Sprecherin reagiert in infoweek.ch:
Wir sind sehr erstaunt über die Studienergebnisse. Unsere externen Studien zeigen ein anderes Bild: Rund 80 Prozent unserer Internet- und Festnetz-Kunden sind sehr zufrieden mit unseren Produkten und empfehlen diese auch weiter (…). Wir haben Prozesse und Systeme optimiert und vor allem in unsere Mitarbeitenden investiert. Seit 2005 haben wir zusätzlich 100 Mitarbeitende eingestellt und schulen sie in einem neu eingeführten Ausbildungslehrgang auf Produkte, Prozess und in der Kommunikation mit Kunden. Zudem haben unsere Mitarbeitenden im Callcenter höhere Entscheidungsbefugnisse erhalten.
Es ist immer einfach, den schwarzen Peter vermeintlich schlecht ausgebildeten und konversationsungewandten Mitarbeitenden oder ineffizienten Prozessen zuzuschieben. Ich meiner Zeit als Helpdesk-Advisor habe ich jedenfalls topmotivierte, technisch versierte Mitarbeiter dort erlebt. Dass man denen mehr Entscheidungen zutraut, halte ich für eine positive Entwicklung. Meiner Meinung nach liegt es jedoch einfach an dieser anfälligen Cable-Technologie. Prozesse optimieren tönt nach schaurig viel Arbeit. Man sollte lieber mehr mit einander sprechen bzw. absprechen (bzw. neudeutsch “Kommunikationsflüsse optimieren”). Das würde sicher schon viel bringen.
Tags: Aufgeschnappt, befragung, cablecom, Fabrik, infoweek, kundenmonitor_schweiz, medien, pr, telcos
28 Sep 2006 /
Allgemein
Auf dieser Seite bei xbox.com gibts ein rund 70-minütiges Briefing von Microsofts X06-Show als Windows-Media-Stream. Es gibt viel Propaganda, einige neue sehenswerte Trailer (darunter “Halo Wars”) und kommentierte Live-Gameplay-Demos. Am selben Abend wurde bei XBOX Live Arcade – nein, leider nicht “Lumines Live” – sondern der Klassiker “Doom” zum Download aufgeschaltet und “Sensible Soccer” angekündigt.
Ich wandte mich derweil den Demos zu “Sonic The Hedgehog” und “Lego Star Wars II” zu. Beide machen Spass, aber die Verquickung der Marken Lego und Krieg der Sterne ist den Entwicklern genial gelungen. Dazu kommt, dass man im Demo-Level Figuren für das richtige Spiel freischalten kann (siehe Bild).

Lego-Niedlichkeit, Star-Wars-Feeling, John Williams’ Musik in 5.1 Dolby Digital Sound und das Ganze in einer HDTV-Auflösung von 720p!
(Und das waren noch nicht alle Geheimnisse, die es zu entdecken gibt!)
Tags: barcelona, gaming, halo, microsoft, pr, Telespiel, x06, xbla, xbox_360
27 Sep 2006 /
Allgemein
Mitarbeiter von gfs.bern, des renommierten Forschungsinstituts “für Politik, Kommunikation und Gesellschaft”, schreiben seit fast einer Woche im Kommunikationsblog. Tapfer kämpfen die Autoren des neu gegründeten Weblogs gegen Missverständnisse in der Anwendung und Ergebnisinterpretation von Methoden der empirischen Sozialforschung. Das ist sinnvoll. Denn nicht nur, dass Blogger mit Begriffen wie Validität, Reliabilität und Repräsentativität nichts anzufangen wissen (vgl. auf Laestermaul etwa hier oder hier), nein, leider tappen oft auch Journalisten im Dunkeln. Oder sie kritisieren scheinbare Studienresultate, die von den Forschern gar nie ermittelt wurden.
Welche Themen sonst noch zum Mission Statement des Kommunikationsblogs gehören, muss abgewartet werden. Der Anfang ist gemacht und dank gut verfasster Artikel gelungen. Da kann ich zwischen den Invektiven gegen die Verdreher wissenschaftlicher Aussagen die eine oder andere Werbung für die eigenen Produkte gut verkraften.
Tags: befragung, blogging, Blogonautik, empirie, journalismus, kommunikation, methoden, politik, politologie, pr, presse, publizistikwissenschaft, sozialforschung, sozialwissenschaften
28 Jan 2006 /
Allgemein
Der PR-Berater Marcel Bernet rief für ein Buchprojekt in seinem Blog dazu auf, Todsünden der Medienarbeit im Internet aufzuzählen. Mein Vorschlag wurde aufgenommen (siehe in diesem Kommentar, der nur teilweise mit dem Post darüber zu tun hatte). Es ging um Corporate Weblogs ohne Kommentarfunktion, mir fiel aber gerade keiner ein. Dank eines Beitrags von Polissilop kann ich jetzt ein Anschauungsbeispiel präsentieren: Die gesammelte Moderatorengarde von TeleZüri bloggt – die eine mehr, der andere (seines Zeichens Chefredaktor und Programmchef) weniger – ohne Kommentarmöglichkeit.
Tags: blogging, Blogonautik, buch, corporate_identity, massenmedien, pr, tv, zuerich
03 Jan 2006 /
Allgemein
Hi,
wir würden uns über Erwähnung in Deinem Weblog freuen:
Viele Grüße,
Martin
Bitte, seid erwähnt. Auch wenn ich nicht weiss, was Peek und Cloppenburg für ein Laden ist, ich nicht in Deutschland wohne, ich Pelz mag (zumindest den auf meiner Brust) und warum gerade mein kleines Weblog Eurer Sache dienlich sein könnte.
Tags: cartoon, derhahnisttot.org, Deutschland, kampagne, pr, spam, tierschutz