• 11 Mai 2009 /  MainlyBrabbel

    Lesen Sie auch ab und an das Migros-Magazin? Seit längerer Zeit testet dort die Familie Schwinnen die neusten Autos. Ab der nächsten Ausgabe ist aber Schluss damit.

    Eines werde ich vermissen: die Testurteile von Sohn Jan. Von dem kann ich noch viel lernen. Er redet nämlich im Primarschulalter bereits wie ein erfahrener Autojournalist. Keine Frage: Kinder können sich in ein Thema hineinbeissen und sich umfassendes Wissen aneignen. Nichtsdestotrotz mag ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass…

    – Beispiele gefällig?
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  • 11 Mai 2007 /  Allgemein

    Es ist wahr: Das Westschweizer Fernsehen Télévision Suisse Romande TSR strahlt am 19. Mai eine Sendung aus, in der SVP-Wahlbegleiter und Geissbock Zottel singt. Sie glauben mir nicht? Das Deutschschweizer Fernsehen SF hat diese Woche einen Beitrag von der Aufzeichnung im März ausgestrahlt, in dem Zottel zu sehen und zu hören war.

    Na ja, es hat auf jeden Fall so geklungen wie Zottel.

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  • 29 Mrz 2007 /  Allgemein

    Der Klein Report berichtete am Montag:

    Unter seiner Blog-Rubrik «Ghackets» offenbart der bundesrätliche Neu-Blogger ferner: «Nachdem mir mein Götti-Maitli erklärt hat, wie man in Google nach seinem eigenen Namen suchen kann, sehe ich den Mehrwert des Internets ganz klar. Nun habe ich dies natürlich heute Morgen vor dem Zeitungslesen gemacht und gesehen, dass von einer Ferienlagerseite für Cocktailmixer (so nehme ich an), namens Barcamp, ein Verbindung auf meine Seite gemacht wurde.» Auch für die anstehenden heissen Wahlkampfzeiten ist «christophblogger.ch» zuversichtlich: «Wenn wir später übers Internet wählen und abstimmen, wäre das noch gut, wenn wir das dann auch so machen. Dann können wir die Wähler nämlich ganz gut fragen. Ob der Moritz wohl auf mir herumhacken würde?»

    Bei Christoph Blogger aber lautete der Abschnitt etwas anders:

    Mein Göttimaitli hat mir gezeigt, dass es eine Internetseite gibt, wo es ganz viele Föteli hat. Da sieht man auch die Gspänli vom Göttimaitli, nachdem sie gerade einen Humpen Bier getrunken haben. Der Herr hier [benbit, Anm. reidan] hat mir gezeigt, wie man herausfindet, wer diese Seite besonders gerne und besonders lange anschaut. Wenn wir später übers Internet wählen und abstimmen, wäre das noch gut, wenn wir das dann auch so machen. Dann können wir die Wähler nämlich ganz gut fragen. Ob der Moritz wohl auf mir herumhacken würde?

    War dem Redaktionsteam des Klein-Reports die benbit-Story zu heiss? Oder dachten sie, dass sie einen Bericht verfälschen können, da sowieso kein einziger Blogger den Klein Report liest? Denn auch die WordPress.com- und Blogspot-Christoph-Blogger
    haben nichts über Ghackets geschrieben. Seltsam…

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  • 30 Jan 2007 /  Allgemein

    Jüngst ging wieder eine beispiellose Gewalttat durch alle Medien. Jugendliche hatten in Ostdeutschland ein Mädchen als Geisel genommen und ein Ehepaar umgebracht. Schnell war die Ursache gefunden: Einer der Täter spielte offenbar gerne gewalttätige Videospiele. Unmittelbar vor der Tat, so die Schilderung des Geiselopfers in “Stern TV”, hätte das Mädchen zusammen mit den beiden Jungen den Film “Final Fantasy” angeschaut – angeblich ein Gewaltvideo, wie die “Süddeutsche” schrieb. Und davon gebe es auch ein Videospiel. Welch tolle Logik. In der Öffentlichkeit entfacht eine Debatte um ein Verbot gewaltverherrlichender Spiele. Auch “10 vor 10″ berichtet, interviewt wird Medienpädagogik-Experte Daniel Süss (der mir im Übrigen die Lizentiatsarbeit abgenommen hat). In der Diskussion meldet sich auch noch das Oberhaupt der katholischen Kirche zu Wort, gewaltverherrlichende Spiele seien pervers. Die moralische Instanz drückt auf dieser, die politikbeobachtende auf der anderen Seite auf die Legislative. Bevor es nun dazu eskaliert, dass kein Europäer je mehr eine Folge von “Final Fantasy” zu Gesicht bekommen darf, möchte ich zwei Dinge klarstellen:

    1. Die Forschung konnte bislang keinen direkten Wirkungszusammenhang zwischen Gewalthandlungen und dem Konsum entsprechender Medien feststellen.
      Es gibt verschiedene Theorien der Medienwirkungsforschung, die den Zusammenhang zwischen realer und Mediengewalt zu ergründen versuchen. Ganz grob unterscheiden lassen sich die Stimulationsthese, die besagt, dass Mediengewalt zur Ausübung echter Gewalt stimuliert, und die Katharsisthese, die für eine “Reinigung” des Bedürfnisses nach Gewaltausübung im Konsum von medialer Gewalt plädiert. Es existieren hunderte Studien und mindestens fünfzehn weitere Thesen. Was man jedoch trotz geringen Konsens’ immer wieder liest, ist, dass Mediengewalt nur ein Faktor in der Lebenswelt eines Menschen ist, der zur Ausübung realer Gewalt führen kann. Genauso muss man die Lebenssituation, psychische Dispositionen, Aggressionstheorie, Erziehung, familiäres Umfeld, Medienkonsumgewohnheiten etc. in Betracht ziehen. Die Forschung zeigt auch, dass die Eindringlichkeit (Real- vs. Trickfilm, explizites Zeigen eines Mordes vs. Schnitt vorher etc.) und die Motivation der dargestellten Gewalt (Gewalt als Selbstverteidigung, “sinnlose” Gewalt) auf die Wirkung Einfluss nimmt.
    2. Final Fantasy ist weder Brutalo-Game noch Gewaltvideo.
      “Final Fantasy” ist eine Videospielserie, die es seit nunmehr 20 Jahren gibt. Der Film, den die Mecklenburger Jugendlichen sich vor ihrer grausamen Tat anschauten, baut auf der Episode VII aus dem Jahr 1995 auf. Der siebte Teil der Saga ist ein vielschichtiger Öko-Thriller, in dem es hintergründig um den rücksichtslosen Eingriff des Menschen in die Natur und in die Genetik geht. Vordergründig findet sich die Heldentruppe in einer gefährlichen Welt mit Monstern und High-Tech-Bedrohungen wieder, denen sie sich mit Kämpfen zu erwehren versucht. Die Gewaltdarstellungen im Spiel sind nicht besonders eindringlich: Erstens wird rundenbasiert (Active Time Battle) gekämpft, zweitens wird kein Blut gezeigt, drittens ist der Zeichenstil comichaft gehalten. Und auch der Film, der letztes Jahr auf UMD und DVD veröffentlicht wurde, zeigt, obwohl die Helden ebenfalls meist im martialischen Verteidigungskampf mit Hilfe von Fantasiewaffen gegen die entfesselte Natur gezeigt werden, keine eindringlichen Szenen, in denen das blutige Resultat von Meuchelei zu sehen wäre.

    Die Diskussion um Gewalt fördernde Medieninhalte gibt es schon länger. Früher, auf dem Zenit der VHS-Kassetten, sprach man von “Brutalos”, jetzt eben von Ego-Shootern. Und immer wenn ein furchtbares Ereignis wie gerade eben passiert, schwappt die Welle hoch. Dabei ist die Zahl der Gewaltverbrechen seit Jahren rückläufig, die neue Qualität der Gewalt überstrahlt jedoch in der Wahrnehmung deren Häufigkeit. Final Fantasy, das in seinen 20 Jahren Existenz Abermillionen begeisterter Fans gewann, gehört definitiv nicht zu denjenigen Inhalten, denen man eine gewisse aggressionsfördernde Wirkung zusprechen kann. Erst wenn man mehr über die Gründe erfährt, warum denn überhaupt Aggressionen da sind, die sich fördern lassen, warum jemand im Wald Rollenspiele mit klirrenden Schwertattrappen durchlebt, warum jemand sehen will, wie es ist, jemanden umzubringen, erst dann lassen sich Massnahmen ergreifen. Oder anders gesagt: Verbietet man “Killerspiele”, schliesst man in der Lebenswelt des Jugendlichen ein Ventil. Die gestaute Luft sucht sich dann einfach einen anderen Weg, um zu entweichen.

    Quellen (direkt aus dem Firefox-Bookmarks-Manager exportiert, deshalb etwas wüst):

    Dossier Tessin/Medien&Gewalt/FinalFantasy


    Archiv Sendung vom 22.01.2007, 10vor10, SF1
    BusinessNews | Leben
    NDR – Bluttat in Tessin: Ermittlungen in alle Richtungen
    NDR – Bluttat in Tessin: Ermittlungen in alle Richtungen – Die Staatsanwaltschaft hat noch keine Hinweise auf ein Motiv für die Bluttat von Tessin. Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen auf Hochtouren, teilte der Oberstaatsanwalt mit..
    Jugendstraftaten Weniger Gewalt als 1985 – Wissen – sueddeutsche.de
    Jugendstraftaten Weniger Gewalt als 1985,Die Jugendstraftaten nehmen keineswegs zu – im Gegenteil.
    Jugendgewalt ''Eine neue Art der Aggressivität'' – Wissen – sueddeutsche.de
    Jugendgewalt ''Eine neue Art der Aggressivität'',Viele Menschen sind überzeugt: Es wird immer schlimmer mit der Jugendgewalt. Ein Interview mit dem Kinder- und Jugendpsychiater Franz Joseph Freisleder.
    Late Night: Tessin-Geisel bei Günther Jauch: „Ich habe das für einen Scherz gehalten“
    Nach dem blutigen Doppelmord in Tessin, schilderte die 15-jährige Eyleen in „Stern TV“ ihre Erlebnisse. Sie war von ihren Mitschülern als Geisel genommen worden. Aus eigenem Wunsch trat sie nun vor die Kamera, um einiges richtig zu stellen.
    Bluttat von Tessin Schüler sahen vor Tötung Gewalt-Video an – Panorama – sueddeutsche.de
    Bluttat von Tessin Schüler sahen vor Tötung Gewalt-Video an,Stundenlang war sie Geisel von zwei Schülern gewesen, die ein Ehepaar niedermetzelten. Gestern sprach die 15-Jährige Eyleen über den brutalen Vorfall.
    Final Fantasy VII – Wikipedia, the free encyclopedia
    FINAL FANTASY VII ADVENT CHILDREN
    www.final-fantasy.de | Final Fantasy Universe by Gamigo.de
    Final Fantasy Universe – der beste und aktuellste Content, die heißesten Specials, exlusive Downloads rund um das große Final Fantasy Universum
    Vorlesung 1390 /1391 GEWALT IN DEN MEDIEN Inhaltsfolie Inhaltsfolie Definition „Medienwirkung“

    Papst verurteilt Gewalt in Killerspielen – PCTipp

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  • 09 Okt 2006 /  Allgemein

    InfoWeek.ch schreibt über die Ergebnisse der Kundenmonitor-Befragung, die branchenübergreifend nach der Zufriedenheit über 8400 Kunden mit 200 Dienstleistungsunternehmen gefragt hat. Die cablecom landete in den hinteren Rängen. Deren Sprecherin reagiert in infoweek.ch:

    Wir sind sehr erstaunt über die Studienergebnisse. Unsere externen Studien zeigen ein anderes Bild: Rund 80 Prozent unserer Internet- und Festnetz-Kunden sind sehr zufrieden mit unseren Produkten und empfehlen diese auch weiter (…). Wir haben Prozesse und Systeme optimiert und vor allem in unsere Mitarbeitenden investiert. Seit 2005 haben wir zusätzlich 100 Mitarbeitende eingestellt und schulen sie in einem neu eingeführten Ausbildungslehrgang auf Produkte, Prozess und in der Kommunikation mit Kunden. Zudem haben unsere Mitarbeitenden im Callcenter höhere Entscheidungsbefugnisse erhalten.

    Es ist immer einfach, den schwarzen Peter vermeintlich schlecht ausgebildeten und konversationsungewandten Mitarbeitenden oder ineffizienten Prozessen zuzuschieben. Ich meiner Zeit als Helpdesk-Advisor habe ich jedenfalls topmotivierte, technisch versierte Mitarbeiter dort erlebt. Dass man denen mehr Entscheidungen zutraut, halte ich für eine positive Entwicklung. Meiner Meinung nach liegt es jedoch einfach an dieser anfälligen Cable-Technologie. Prozesse optimieren tönt nach schaurig viel Arbeit. Man sollte lieber mehr mit einander sprechen bzw. absprechen (bzw. neudeutsch “Kommunikationsflüsse optimieren”). Das würde sicher schon viel bringen.

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  • 04 Okt 2006 /  Allgemein

    Bekanntlich gilt seit diesem Montag in 70 Parks des Kantons Genf die Maulkorbpflicht. Egal ob American Staffordshire Terrier, Lagotto oder Pudel: mit Ausnahme von Nintendogs gilt die Pflicht für alle Hunderassen. Deshalb:

    bildquelle pudel.ch bildquelle chrisvonrohr.com
    Er muss. Er auch?

    Den wilden, “meh Dräck” liebenden Rockpudel belässt man deshalb in seinem natürlichen Habitat:

    bildquelle 3plus.tv/superstar
    Die “Superstar”-Jury, v.l.n.r.: Mark van Huisseling, Jubaira Bachmann und eben Chris von Rohr

    Gestern lief die erste Ausstrahlung der Casting-Show “Superstar” auf dem neuen Schweizer Privatsender 3plus. Der Sender bezeichnete sich selbst in der Werbung übrigens als “das junge Schweizer Fernsehen”. Während diese Bezeichnung einigen nicht passt, ist die Bezeichnung “Schlieremer Chind” meines Erachtens ebensowenig angebracht, wenn auch nicht ganz unzutreffend, wenn man sich das Durchschnittsalter des Moderationsteams ausrechnet.
    Aber zurück zu “Superstar” und unserem Rocker mit der Pudelfrisur: Also ich muss schon sagen, Hut ab! Unzimperlich und quotenwirksam werden sich selbst überschätzende Gesangstalente verbal in ihre Schranken gewiesen. Bei Chris erstaunt mich (und andere) das nicht, mehr schon die schroffen Abqualifizierungen der zierlichen Jubaira. Der in seinem Buch scharfzüngige “Weltwoche”-Kolumnist van Huisseling hielt sich meiner Meinung nach etwas zurück.
    Wir haben nur die erste Stunde verfolgt; viele richtig begeisternde Stimmen haben wir nicht zu hören bekommen. Das kann allerdings auch durch die redaktionelle Selektion der besonders sehenswerten unfähigen Kandidaten beeinflusst sein.

    Was mir besonders gefallen hat, ist, dass die anderthalbstündige Sendung in drei eigenständige Sendungen (jede mit eigenem Abspann) unterteilt wurde. Klar, da darf 3plus dann mehr Werbeblöcke schalten.

    P.S.: Dieser Post wurde inspiriert durch Cornelia.

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  • 14 Jun 2006 /  Allgemein

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    Werbung der SI, wohl fuer eine Art Homestory. Ex-Wartauerin Martina zum Greifen nah. Hier mit einer Alternativsinn stiftenden Konnotation: steifes Pueppchen, gaengiges Schoenheitsideal, beliebige Formbarkeit etc. etc. Ich bin mir sicher, dass die SI, die von solchen Klischees lebt, diese Art von Code und Sozialkritik nicht beabsichtigt hat.

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