• 30 Dez 2006 /  Allgemein

    Last Christmas Nintendo saved my life.

    Haha. Nintendos Spiele retten zwar keine Menschenleben, dafür aber stärken sie mein Vertrauen in zeitgenössische Spieleprogrammierung.

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    Bild: Gamespot-Review

    “New Super Mario Bros.” für Nintendo DS ist ein typisches Mario-Spiel ohne nennenswerte Story und ohne grundlegende Neuerungen. Was Mario-Spiele allerdings so typisch auszeichnet, ist das geniale Leveldesign, und davon haben die eher kurzen Abschnitte reichlich abbekommen. Das Spiel rekombiniert die besten Elemente aus der ganzen Serie. Bei Kennern erzeugt das ein Hochgefühl, ohne dass an irgendeinem Punkt “schon gesehen”-Langeweile aufkeimt. Trotz fairem Aufbau, Checkpoints und Speichermöglichkeiten starb ich tausende Tode. Da das Spiel aber auch auf Grund seiner putzigen Grafik (inkl. subtiler 3D-Effekte) und altbekannter Ohrwurmsound (natürlich nicht ganz auf PSP-Niveau) dazu animiert, immer und immer wieder zu probieren, fallen die etwas schwierigeren Stellen nicht weiter ins Gewicht. Eigentlich lässt einem das Spiel auch die Wahl: Entweder wild durch alle Levels zu preschen oder die etwas komplizierteren Wege zu erkunden und so auf versteckte Boni oder Abschnitte zu stossen. Eine Levels verbindende Oberwelt ähnlich der in “Super Mario World” wartet mit Alternativwegen und Warpzonen auf.

    Die Steuerung funktioniert immer noch gleich wie im Ur-”Super Mario Bros.” auf NES: ein Knopf beschleunigt, der andere lässt Mario hüpfen. Mario beherrscht aber auch die Stampfattacke und weitere Bewegungen, die erst in späteren Serienteilen dazu kamen. Der Touchscreen wird im Hauptspiel nur dazu benötigt, das Ersatz-Extra zu aktivieren. Verliere ich im Level irgendwo meinen Feuer-Mario, tippe ich auf die Ersatz-Feuerblume und erhöhe so meine Chancen, mit heilem Hosenboden aus dem Level zu kommen. Apropos Extras: Riesen- und Minipilz eröffnen neue Möglichkeiten, einen Abschnitt zu beenden.
    Zum Hauptspiel gesellen sich Minispiele, die vorwiegend mit dem Stylus des Nintendo DS gespielt werden. In einem Spiel gilt es, gegen Luigi zu pokern, im anderen zieht man mit dem Stylus Linien, die zu Trampolinen werden, um Mario vor dem tiefen Fall zu bewahren. Den Multiplayermodus dazu stelle ich mir recht spassig vor, hatte aber noch keine Gelegenheit, ihn auszuprobieren.

    Wer von all den audiovisuell brillianten, aber langweiligen Racing-Games, Sportspielen und uninspirierten Actiongames auf PS2 und PSP die Nase voll hat (oder Katamari und Loco Roco nicht mehr sehen mag), dem empfehle ich einen DS Lite mit “New Super Mario Bros.”. Instant-Spass ohne Ladezeiten.

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