• 27 Mai 2008 /  MainlyBrabbel

    Liebes Doktor-Sommer-Team
    Meine Verlobte besiegt mich immer im “Dr. Mario”! Ich bin verzweifelt, können Sie mir helfen?

    Letzte Woche habe ich für 1000 Wii-Punkte (ca. 17 Franken) eines der ersten in Europa erhältlichen WiiWare-Games heruntergeladen: “Dr. Mario & Bazillenjagd“. Während die “Bazillenjagd” eine interessante Spielvariante mit Wiimote-Steuerung darstellt, ist ersteres eine Umsetzung des Game-Boy- bzw. NES-Klassikers inklusive Online-Duellmodus (der ist aber etwas steril: man hört den Gegner nicht fluchen).

    Von ca. 100 süchtig machenden Partien gegen meine Verlobte habe ich genau eine gewonnen – und das nur, weil sie durch das im Game einstellbare Handicap 20 Viren mehr abzubauen hatte. Dabei habe ich das Original jahrein, jahraus gespielt und behaupte von mir, nicht schlecht zu sein.

    Ich hoffe, Sie können mir helfen. Gespannt warte ich auf Ihre Antwort und verbleibe
    mit freundlichen Grüssen

    reidan.ch

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  • 25 Mai 2008 /  MainlyBrabbel

    Der “Concours” rückte ihn in die öffentliche Aufmerksamkeit: den neuen Hip-Hop-Weltstar. Seine Lyrics sind härter, seine Rhymes sind reifer, seine Performance begeisternder als alles, was 50 Cent je hervorgebracht hat. Der Name: 75 Cents! Leider waren der Auftritt des Herrn wie der Name mässig originell. Der kroatische Beitrag landete auf dem 21. Platz. “75 Cents” ist mit seinen 75 Lebensjahren der älteste Concours-Teilnehmer aller Zeiten. Und gerappt hat er nicht wirklich.

    Was gab’s sonst noch so zu sehen?
    Dieses Jahr war der Technopop-Anteil innerhalb der 43 Nummern besonders gross. Der Trend zur Gesangsprache Englisch hält weiter an. Rekordhalter Irland (7 Siege) hatte sich mit Hilfe eines singenden Truthahns im Halbfinale aus dem Wettbewerb katapultiert. Die “big four” (Deutschland, Spanien, Grossbritannien und Frankreich), die so heissen, weil deren öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten die höchsten Beiträge an die Eurovision bezahlen und deshalb direkt fürs Finale gesetzt sind, haben mit Ausnahme von GB Blödelnummern und talentfreie Castingbands gezeigt, die, wären sie nicht die “big four”, sich nie und nimmer fürs Finale qualifiziert hätten (puh, durchschnaufen, langer Satz). Der Gewinner hiess schliesslich Russland. Der Siegerbeitrag bestand aus einem faden Liedchen, das ausschliesslich visuell und auf einer Bühne funktioniert: russischer Castingstar (Dima Bilan), ungarischer Geiger (Edvin Marton) und russischer Eisläufer (Evgeni Pluschenko) umgarnten sich – “Europa” gefiel’s.
    Und die Schweiz? Der talentierte Tessiner Barde Paolo Meneguzzi hatte gegen die Ost-Allianz im zweiten Halbfinale keine Chance.

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  • 17 Mai 2008 /  MainlyBrabbel


    Quelle: Luzerner Ausgabe der Coopzeitung, einige Ausgaben früher

    Bei diesem Inserat wäre ein Gut-zum-Druck wohl gescheit gewesen.

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  • 09 Mai 2008 /  MainlyBrabbel


    Mmmh, lecker: was hängt denn da an Kollege Adis Gabel?

    Poulet-Cordon-Bleu-Salat! Der Menü-Bestandteil von vorgestern ist der Salat von gestern und heute. Der Kollege findets lecker, mich sträuben sich die (wohlgemerkt nicht wenigen) Nackenhaare. Na wohl bekomm’s!

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  • 08 Mai 2008 /  MainlyBrabbel

    Bitte erst den Zeitungsausschnitt lesen und dann erst meine Anmerkungen dazu… Merci!

    Rambla
    Quelle: Luzerner Woche vom 07.05.2008

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  • 04 Mai 2008 /  MainlyBrabbel


    Wunderschöne Garnitur: Zum Cordon Bleu die rote Erdbeere, weil sooo passend!


    Eigenwillige Salatkreation: “Meetballs”-(also Treffbällchen-)Salat. Was es heute gratis zum Tagesmenü gibt, war tags davor das vollpreisige Tagesmenü.


    Macht schweinisch fit: der Fitnessteller aus körperertüchtigter Tierhaltung

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  • 04 Mai 2008 /  MainlyBrabbel

    Nur von der Hygiene her. Nein, dieses WC befindet sich in unserer Etage des Mägenwiler Gewerbeparks. Park, sowieso ein schönes Wort: da ist es grün, sauber und schön, so richtig zum Erholen. Heute befindet sich alles in einem Park. Im Surseepark kaufe ich ein, im Gewerbepark arbeite ich. Wie erholsam eine WC-Pause im Gewerbepark ist, zeigt folgende Bilderserie:


    29.04.2008, 14:37 Uhr: Na sowas, der Aschenbecher ist abmontiert. Der Gewerbepark wird rauchfrei, juchu. Aber huch, was liegt denn jetzt da auf dem Boden? Ein Asche-Häufchen. Asche auf dein Haupt, Unmöglicher!


    30.04.2008, 14:22 Uhr: dort liegt das Häufchen immer noch.


    02.05.2008, 10:00 Uhr: Und wieder ruft die volle Blase: Da liegt es, unser Abteilungs-Häufchen.


    02.05.2008, 15:22 Uhr: Ui, wie übel flackert denn diese Lampe? Dafür ist die Asche endlich weggewischt.

    Vier Tage brauchte die Putzfrau, um dieses WC zu finden. Wenn das mal kein grosser, labyrinth-artiger, total rauchfreier Gewerbe-Park ist!

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  • 04 Mai 2008 /  MainlyBrabbel

    Nein, ich meine nicht Michael Moores Film über das US-amerikanische Gesundheitswesen (den ich mir irgendwann noch antun muss), sondern den Sprachhüter, studierten Romanist, Autor mehrerer populärwissenschaftlicher Bücher, Spiegel-Online-Kolumnist und – unerwarteterweise – Stand-up-Comedian Bastian Sick.

    “Sprachhüter”, so nannte ich eingangs Sick. Sprachhüter sind selbst ernannte Hüter der einzig wahren und guten Sprache. Das Wort ist eine Übersetzung für Steven Pinkers Begriff “language maven“. Steven Pinker verurteilt diese Sprachhüter, denn sie halten an einem Stand der Sprache fest, die nicht zu vereinen ist mit dem Phänomen Sprache, welches sich dauernd im Fluss befindet (vgl. hierzu auch meine Posts zum Thema “die irrationale Angst vor dem Sprachzerfall“). Pinker ist ein Sprachpsychologe/Psycholinguisten, der ironischerweise selbst populärwissenschaftliche Bücher zum Spracherwerb schreibt. Bastian Sick würde ich zu diesen Sprachhütern zählen, Wolf Schneider ebenfalls. Sick ist aber ein eher untypischer Sprachhüter; lesen Sie selbst:

    Mit einigen Kollegen suchte ich vergangenen Dienstag das Zürcher Volkshaus auf, zwecks Ergötzung an sprachlichen Missgeschicken anderer. Item nahmen wir in der ersten Reihe Platz, ohne zuvorderst zu sitzen – es gab noch eine Reihe null.

    Publikum
    Gut besucht: Mit seiner locker-humorigen Art, sprachliche und stilistische Fragen zu präsentieren, füllt Sick die Hallen

    Publikum
    Minimalistisch, aber mehr brauchte es ja auch nicht: Hauptsächlich fand die Lesung hinter diesem Schreibtisch statt. Auf dem Hocker fläzte Sick sich nur, um seine Diaschau zu präsentieren.

    Viele der Episoden waren schon aus den drei “Genitiv”-Büchern bekannt. Die Bildbeispiele lockerten die Lesung auf. Unerwarteterweise baute Sick auch Inszenierungen ein, wie man sie sonst nur von Comedy-Stars wie Mittermeier kennt. Das Kapitel über Jugendsprache beispielsweise: Sick liess eine Handpuppe die Jugendsprüche aufsagen. Langweilig waren für mich die paar Dutzend Beispiele, in denen Sick Verben mit regelmässiger Konjugation in ablautende unregelmässige Verben verwandelte. Weniger wäre hier mehr gewesen.

    Das alles fügte sich zu einem Abend zusammen, der weniger lehrreich, dafür umso unterhaltsamer daher kam. Aber – um Sick-Kritikern etwas Wind aus den Segeln zu nehmen – mehr wollte Sick auch gar nicht. Und das ist auch gut so: Wer käme schon an eine staubtrockene Lesung, die die Produktivität des Suffixes “-bar” diskutiert? Viel lustiger ist es doch zu sagen, dass in letzter Zeit sogar Wortklassen ein “-bar” angehängt erhalten, bei denen dies bislang gar nicht möglich war (z.B. “unkaputtbar”).
    Sick unterliess es, seine Lösungen als die einzig richtigen darzustellen. Das ist auch gut so: Als Linguist hätte ich schon den einen oder anderen Einwand gemeldet.

    Aber das interessiert doch alles nicht. Sicks grosse Leistung besteht darin, bei einer breiten Menge von Leuten deren Feingefühl für Sprache zu wecken. Mit Comedy hat er einen guten Zugang gefunden. Einen besseren als alle anderen Sprachhüter vor ihm.

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