• 24 Nov 2007 /  MainlyBrabbel

    WinWinWin ist gelöst: Wir haben einen Gewinner!

    Hier seine richtigen Antworten:

    1) Fröschni oder Mehlsuppni
    2) Hair
    3) 66.666 %
    4) Dilbert
    5) Kurz: Es ist irrational, sprich unvernünftig, einem lebendigen,
    sich in stetigem Wandel befindlichen Kommunikationssystem den Zerfall
    vorzuwerfen.

    Alles absolut ainwandfrai arichtig!

    Herzlichen Glückwunsch, Reto!

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  • 21 Nov 2007 /  MainlyBrabbel

    Willkommen zum 1000. Posting auf diesem Weblog! Im Januar 2008 gibt es meinen Ort der geistigen und halbgeistigen Zerstreuung bereits seit vier Jahren im Web.

    WinWinWin (nein, nicht den PR-Mann der Heiliwältdiland Tourismus) +++ WinWinWin +++ WinWinWin +++ WinWinWin

    Aus aktuellem Anlass verlose ich 40 Franken in Gutscheinen, einzulösen im Webshop meines Arbeitgebers. Es gilt, einige Fragen zu beantworten. Wer als erste Person alle richtig beantwortet hat, erhält die zwei Gutschein (je à 20 Franken).

    Teilnehmen darf jedermann mit Wohnsitz in der Schweiz. Auch Mitarbeiter, denn der Preis ist nicht gesponsert. Mit ein wenig Recherche (Suchfeld rechts) lassen sich alle Fragen beantworten: easy man alter!

    1. Was ist der Übername für Leute, die aus derselben Ortschaft wie ich stammen?
    2. Welches Musical habe ich 2002 im Ausland genossen?
    3. Literatursuche im Uni-Institut, an dem ich studiert habe: Wie hoch ist der prozentuale Anteil derjenigen Bücher, die ich gefunden habe?
    4. Welche Cartoons-Figur spielt ein Spiel, bei dem sie sich zwar keine Rollschinkli, dafür ihrem Ärger über Phrasendrescher Luft verschafft?
    5. Und die Zückerlifrage: Weshalb ist die Angst vor dem Sprachzerfall irrational?

    Antworten bitte auf daniel.rei ÄT gmail.com

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  • 20 Nov 2007 /  MainlyBrabbel

    Auf meinem Lieblings-Gadgetlog habe ich folgende Passage entdeckt:


    Screenshot aufgenommen am 20.11., 22.10 Uhr

    Dieses Wort, “Nutzerbeeinschränkung”…

    Ich bin mir nicht sicher gewesen und befragte Google:

    Und der ehrwürdige Duden?

    Das sind jetzt alle Wörter der deutschen Sprache, die mit “beein-” beginnen. Die Doppelpräfigierung ist also durchaus legitim.
    Natürlich gibt es “beschränken” und “einschränken”. “Beeinschränken” bedeutet nicht etwas Anderes als “einschränken”. Das “be-” ist schlicht unnötig. Anders beim Verb “beeindrucken”: die Bedeutung weicht ab von den Verben “bedrucken” und “eindrucken”.

    Was ist denn in diesen Hunderten von Textstellen gemeint? Meiner Meinung nach handelt es sich um eine Kontamination, also um eine Art Versprecher, bei der Wortteile verschiedener Einträge im eigenen (Gehirn-)Lexikon verschmolzen werden. In diesem Fall geht es wohl um “einschränken” und “beeinträchtigen”.

    Begeschickt vergeaugapfelt,nicht?

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  • 20 Nov 2007 /  MainlyBrabbel

    Wer von Ihnen braucht noch Disketten? Diese ratternden, empfindlichen Dinger mit dem Wenigen an Speicherplatz? Zwar gibt es noch heute Fälle, in denen Disketten verwendet werden müssen (siehe Wikipedia), doch vor allem die kompakten, praktischen USB-Sticks laufen der “Floppy” langsam, aber sicher den Rang ab. Mein 2001 gekaufter Fujitsu-Siemens-PC hatte noch ein Laufwerk dafür. Seit dessen Entsorgung im Sommer 2007 ist meine private IT-Infrastruktur jedoch “floppy free”.

    Nicht ganz jedoch, denn die Diskette lebt weiter – als ikonische Metapher in Ihrer Software.

    Diskette als “Sinn-Bild”
    Microsoft Office, TechSmith SnagIt, Mindjet MindManager und Joomla! zum Beispiel (siehe Bild) verwenden die Diskette als bildliche Metapher für das Sichern von Dokumenten. Bestimmt kennen Sie noch viele Beispiele mehr. Interessant, da die Benutzerschnittstellen von Windows und Windows-Programmen meist auf einer Schreibtisch- oder Werkbank-Metapher aufbauen. Uns Menschen erleichtern diese Bilder die Arbeit mit den hochkomplexen Rechenmaschinen. Die Diskette, selbst ein Produkt des Computerzeitalters, hat die Notwendigkeit einer physischen Daseins-Repräsentation überwunden und ist nun ein Symbol. Schliesslich braucht es zum Speichern längst keine tatsächliche Floppy-Disk mehr.

    Zeitliche Stabilität?
    Fragt sich nur, ob die Diskette ein so zeitloses Symbol fürs Speichern von Daten gelten kann, wie es die Bezeichnung des Photoshop-Abwedlers als (Bildbearbeitungs-)Werkzeug ist. Meine Generation ist mit Disketten aufgewachsen. Wir haben deren Symbolik in Computer-Software gelernt. Software-Entwickler benutzen das Symbol unter Konvention (siehe Bild). Wie ist das in 20, 50 oder hundert Jahren? Werden die “Save”-Buttons immer noch Diskettensymbole aufweisen? Wird es Probleme geben bei der Verbindung vom Bezeichnenden zum Bezeichneten?

    Vielleicht weiss jemand von Ihnen eine Antwort.

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  • 20 Nov 2007 /  MainlyBrabbel

    Blick aus unserem Value-Added-Zimmer Richtung Rigi. Aufgenommen gestern Montag, 7:21 Uhr.

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  • 14 Nov 2007 /  MainlyBrabbel

    Bescheidenheit ist eine Zier,
    doch besser lebt man ohne ihr.

    Wer kennt diese Redensart nicht? Ich bin mir zwar nicht sicher, ob nicht etwas Anderes als die Anlehnung an dieses Sprichwort das sprachliche Problem in dieser Anzeige verursacht hat:

    Die Elektronik-Kette, deren Anfangsbuchstabe ich der Alliteration im Titel zuliebe verändert habe, hat in diesem Print-Inserat offenbar ein Fallproblem. Die Präposition “ohne” verlangt den Akkusativ, nicht den Dativ.

    Als ich in der “Luzerner Woche” über diese Worte gestolpert bin, habe ich als erstes “ohne” durch sein semantisches Gegenteil “mit” ersetzt. Siehe da, es hat richtig geklungen. Ich denke, dass genau diese, in der Schulzeit eingeprügelte Ersatzprobe das Problem ist. Irgendwie schlussfolgern wir, dass die beiden Präpositionen “ohne” und “mit” auch dieselben Anforderungen ans morphosyntaktische Umfeld stellen. Dem ist freilich nicht so, warum auch immer – Deutsch halt. Andere Vermutungen?

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  • 14 Nov 2007 /  MainlyBrabbel

    In der Zeitungswerbung eines Grossverteilers dreht ein Stück Fleisch den Spiess um und paniert den Hals des Metzgers.

    Wie kommt es zu diesem Missverständnis? Die Antwort liegt in der Erwartung der deutschsprachigen Menschen, wie ein Hauptsatz aufgebaut ist. Meine Erwartung lautet “Subjekt – Verb – Objekt”, übersetzt in eine Frage “Wer tut was?” Das Schweinsplätzli (Subjekt: Substantiv im Kasus Nominativ) paniert (Verb, 3. Singular Indikativ Präsens Aktiv, verlangt einen “aktiven Täter” als Subjekt und einen “passiven Leidenden” im Akkusativ) ein Schweinsplätzli (direktes Objekt: Substantiv im Kasus Akkusativ).

    Nur ist “paniert” eben keine konjugierte Form des Verbs, sondern ein Partizip II, das sich wie ein Adjektiv verhält. Das heisst, dass in Wahrheit das Schweinsplätzli paniert ist und unklar ist, wie “Hals” in die ganze Geschichte einzuordnen ist. Aus unserem Weltwissen schlussfolgern wir: Wir können im Supermarkt diese Woche ein paniertes Plätzli vom Schweinshals zu günstigen Konditionen einkaufen.

    Die einen nennen es “Unsitte”, die anderen sehen darin eine neue Art von produktiver Syntax, in der man hinter das Nomen noch ein undekliniertes Adjektiv stellen kann (“Schweinsplätzli paniert, Forelle blau, Hund tot”). Aber wie wir oben gesehen haben, führt die elliptische Verkettung eines solchen Ausdrucks mit einem weiteren Substantiv zu unfreiwillig komischen Missverständnissen.

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  • 14 Nov 2007 /  MainlyBrabbel

    Die Billigmöbel-Kette, die auch Elektronikartikel anbietet, schreibt im neuesten Prospekt: “DVBT Tuner unentbehrlich ab dem 26. November”. Das finde ich dann doch etwas irreführend.

    DVB-T ist die digitale Nachfolge-Technologie der analogen TV-Empfangsantenne. Gegenüber dem herkömmlichen terrestrischen Fernsehempfang bietet sie bessere Bildqualität und einen elektronischen Programmführer.

    Meine Grossmutter hatte noch so eine altmodische Antenne in ihrem Haus. Wir haben etwa fünf TV-Sender damit empfangen und sind damit glücklich gewesen.

    Am 26. November schaltet die SRG SSR idée suisse das analoge TV-Antennensignal ab (Info unter digitalesfernsehen.ch). Wer bis anhin z.B. im Campingwagen oder via Zimmerantenne, aber nicht via Satellit ferngesehen hat, der muss jetzt auf DVB-T umsteigen. Alle anderen, d.h. diejenigen, die über Satellit, Kabelfernsehen oder Bluewin TV fernsehen, müssen gar nichts tun. Höchstens, sie kaufen sich einen DVB-T-Empfänger für ihr Notebook, der im Gegensatz zum hier vorgestellten Modell den Vorteil der hohen Mobilität besitzt.

    Zumal in der Schweiz über DVB-T nur die Sender der SRG verbreitet werden, während DVB-T sich dank seiner Sendervielfalt in den grösseren Agglomerationen Deutschlands zu einer echten Alternative zum Kabel-TV entwickelt hat.

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  • 11 Nov 2007 /  MainlyBrabbel

    Man nehme den unsympathischsten Dialekt der Schweiz, vertone damit einen billigen Werbespot und schalte ihn in Power-Rotation auf allen möglichen Sendern. Und schon ist sie geboren, die nervigste Kultwerbung seit “jetz gits öppis ufs händizehah – wüäh”. Ist das nicht sogar derselbe Sprecher, diesmal einfach unverzerrt? Ich weiss es nicht.

    Die Werbung bleibt mir nicht nur im Gedächtnis, weil sie so häufig im TV zu sehen ist. Nein, auch das Schweizerhochdeutsch des Sprechers – wir wollen politisch korrekt von “Lokalkolorit” sprechen – trägt zum Nerv-Faktor bei. Und wenn man sich darüber nervt, erinnert man sich auch eher. In diesem Sinne lohnt es sich natürlich, langweilig-perfektes Hochdeutsch zu vermeiden. Zumal das Angebot aggressiv beworben werden muss, solange das Angebot nicht so gut sein soll.

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  • 10 Nov 2007 /  MainlyBrabbel

    Ein weiterer Song meiner Musiksammlung, die ich praktischerweise via iTunes von meiner Synology DS-106j streame. Man vergleiche den vorherigen Text mit diesem hier:

    pacchonbo- mo-inoinoi chakaretapatton pankorakettonto-n
    no-ra churere-rotton poraporapetton pu-rorattantan
    pappu-ra mo-inoinoi chakaretapatton pankorakettonto-n
    o-ra poruketthi-no poporattantanso-
    kokoreccho pie-nto-ra ma-nima-ni ungarafoccha-ra de-ra
    totora-pethiton totora-pothiton senekiniko-se-pon
    kokoreccho pie-nto-ra ma-nima-ni ungarafoccha-ra de-ra
    totora-pethiton totora-mathisi-po-n

    Wer den Song dazu hören will, besucht diesen Link hier.

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