• 27 Feb 2007 /  Allgemein

    Ich wollte eigentlich Herrn van Huisseling bezüglich der Selbstreferentialität der Castingsendungen interviewen. Wahrscheinlich hat er die Schnauze voll von diesen Shows. Und Blogs mag er auch nicht. Schade. Auch schade, dass er für sein Buch Werbung macht, obwohl ich ihm schrieb, dass ich es gelesen habe (was ja auch der Wahrheit entspricht).

    Lieber Daniel Rei

    Danke für Ihre Zeilen und für Ihr Interesse an meiner Arbeit. Bitte nehmen
    Sie es mir nicht übel, aber ich bin kein grosser Fan von Blogs. Deshalb
    möchte ich Ihr Angebot für ein Interview lieber nicht annehmen. Beste
    Grüsse, Ihr,

    Jetzt kaufen: How to be a Star, das neue Buch von Mark van Huisseling.
    “Eindrucksvoll. Und so unterhaltend”, Literarische Welt (Die Welt).
    www.markvanhuisseling.ch

    —– Original Message —–
    From: “Daniel Rei”
    To: X
    Sent: Sunday, February 25, 2007 11:55 PM
    Subject: Mitteilung WWW.MARKVANHUISSELING.CH

    >
    >
    > Name: Daniel Rei
    > E-Mail: Y
    > Mitteilung: Guten Tag Herr van Huisseling. Ich habe Ihr Buch gelesen und
    > schaue Casting-Shows. Dürfte ich mit Ihnen ein
    > Fünf-Fragen-E-Mail-Interview zum Thema “SF MusicStar” führen? Es würde
    > auf meinem persönlichen Weblog unter URL http://blog.reidan.ch erscheinen.
    >
    > Freundliche Grüsse

    Diese Selbstreferentialität wurde in der Sendung “Der Club” (Link z.B. hier) angesprochen.

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  • 27 Feb 2007 /  Allgemein

    Nicht immer ist es einfach, der zu sein, den man fragt. Damals habe ich geschrieben, dass in den Medien immer wieder dieselben Experten auftreten. Explizit genannt hatte ich Claude Longchamp und Daniel Jositsch.

    Nun erfahre ich im heutigen Newsletter der SRG SSR idée suisse, dass ein TV-Zuschauer sich an den Ombudsmann des Fernsehsenders wandte und das Schweizer Fernsehen der Schleichwerbung für Claude Longchamp bezichtigte. Am SF trete kein anderer Politologe auf, ausserdem sei das Firmenlogo bei einigen von Longchamps Statements allzu prominent sichtbar gewesen.

    Achille Casanova kann den Verdacht auf Schleichwerbung meiner Meinung nach mit stichhaltigen Argumenten widerlegen. Interessant am Schlussbericht des Ombudsmanns Achille Casanova ist, wiederum in Bezug auf meinen Blog-Post vor einem Monat, folgende Original-Aussage:

    Sie kritisieren auch, dass Herr Longchamp beim Schweizer Fernsehen eine prominente Stellung einnimmt und öfters das politische Geschehen kommentiert. Grundsätzlich teile ich Ihre Sorge, wonach es wünschenswert ist, wenn verschiedene Politologen – und das Gleiche gilt auch für andere Experten, zum Beispiel Strafrechtler [Hervorhebung reidan] – zur Kommentierung und Vertiefung der Aktualität in Anspruch genommen werden. Es ist an sich nicht gut, wenn immer die gleiche Person Expertenmeinungen abgibt.

    Bingo. Bei den Strafrechtlern, die im Schweizer Fernsehen in letzter Zeit aufgetreten sind, ist der Plural eigentlich gar nicht zulässig. Es war nämlich immer (zumindest immer dann, als ich eingeschaltet hatte) Daniel Jositsch, der der war, den man fragte.

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  • 26 Feb 2007 /  Allgemein

    Dolly hat mich überredet und sich vor mir eingeschrieben:

    blogcampswitzerland

    Am 24. März findet an der ETH Zürich das “BlogCampSwitzerland” statt, eine grosse Versammlung mit Diskussionen, Präsentationen – und bunt;-) Viele Blogger, denen man bislang nur im Kommentarbereich verschiedener Weblogs begegnete, haben sich bereits angemeldet. Ich, das scheue Scheusal und Lästermaul, habe noch nie an einem der “kleineren” Bloggertreffen teilgenommen, deshalb bin ich sehr gespannt darauf, wie die “ganz Grossen” sich face-to-face geben. Denn alle, alle werden sie dort sein. Ebenfalls freue ich mich auf die angekündigten Speeches, von denen ich hoffentlich einiges Wissen mitnehme. Wer einer “Unkonferenz”, wie sie den Event so schön nennen, mit an die 200 teilnehmenden Bloggern beiwohnen möchte, dem rate ich, sich bald anzumelden.

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  • 26 Feb 2007 /  Allgemein

    Endlich! In der heutigen MusicStar-Sendung wurde Börni abgewählt. Meine Gratulation ans am Televoting teilnehmende Gesindel, das war die richtige Entscheidung. Für diejenigen, die Börni nicht kennen: Hier ist ihr Blog. Das spindeldürre Mädel mit dem gewissen Nichts hatte den Vorteil, von bestimmten Medien gut unterstützt zu werden. Auf Blick online zum Beispiel (zuletzt heute besucht) promoten zwölf von 49 Teaser-Texten vor allem Börni. Das ist knapp ein Viertel aller Beiträge zu “MusicStar”. Interessant noch, dass Blick online am 11.2. noch von “Favoritin Börni” spricht, am 17.2. schon von “Zappel-Börni”. Hauptsache viele Nennungen, egal ob positiv oder nicht ganz so wohlwollend.

    Wie dem auch sei: Ich fand es schön, dass der vorläufig letzte Satz, den die Verliererin des Abends ins Mikrofon krächzte, lautete: “Fabienne hat’s verdient”. Finde ich nämlich auch.

    Viel schlimmer als Börni selbst sind ihre Fans.

    Edit 8.6.07: nicht alle

    Da kann die bisweilen biedere Arboner Zivilstandsbeamtin Sandra Wild einen Evanescence-Song noch so überzeugend nachsingen (bzw. “performen”, wie es neudeutsch heisst), da können die gesammelten Brian-, Fabienne- und Luca-Fans noch so stürmisch Beifall klatschen – nur die Börni-Fans bleiben missgünstig stehen und klatschen nicht, nicht einmal der Höflichkeit wegen.

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  • 18 Feb 2007 /  Allgemein

    In Taiwan feiert man Neujahr. Zum Jahr des Schweins erhielten wir von Synology diese schweinische E-Card:

    year_boar2007.gif

    In diesem Sinne: Auch Euch allen viel Schwein(-ology) im Jahr des Schweins!

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  • 17 Feb 2007 /  Allgemein

    Schnipsel von Vorder- und Hinterseite eines Flyers, der gestern in unserem Briefkasten lag:

    gratisgratis1.jpg

    gratisgratis2.jpg

    Alles gratis, nur das Porto kostet.

    Ich könnte ja eine Techsupport-Hotline eröffnen. Beratung gratis, Telefongebühr Fr. 2.13/Minute. Wer ist dabei?

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  • 15 Feb 2007 /  Allgemein

    Wir haben durch den Bezug neuer Geschäftsräume einen Schaukasten geerbt, an dem tagtäglich sehr viele Leute vorbei gehen. Für mich Anlass genug, ein kleines Experiment zu machen:

    febmgmt

    Das fand niemand lustig ausser mir.

    Mein zweiter Versuch:

    febmgmt2

    Fand immer noch niemand lustig ausser mir.

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  • 15 Feb 2007 /  Allgemein

    Die SVP, Partei der Freigeister und Weltoffenen, inseriert in der heutigen Ausgabe von “20 Minuten”. Schade habe ich die Printausgabe nicht mit nach Hause genommen. Aber da stand als erster Satz in dem Inserat, so weit ich mich erinnern kann: “SVP bekämpft die Ausbreitung des Islams”.

    Da lehnt sich die SVP wieder einmal arg weit aus dem Fenster. Die 85’000 (Wikipedia) Mitglieder der aus dem letzten Jahrhundert stammenden Partei gegen die 14 Jahrhunderte alte Religion mit 1,3 Milliarden von Gläubigen.

    Wie vernichtend kurz doch die Lebensspanne eines Menschen ist. Und wie stark das Verlangen, Werte hoch zu halten, die so alt gar nicht sind.

    Update 16.2.: Originaldokument eingescannt
    Aufs Bild klicken, um das ganze Inserat zu sehen (ist nur SVP Zürich, typisch)

    svpinserat_150207_20min_thumb.jpg

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  • 13 Feb 2007 /  Allgemein

    20 Minuten publizierte gestern die aktuelle Story eines armen Bullterriers
    http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/17586334

    Genau dieselben Bilder finden sich aber bei Urban Legends, datiert auf 2005!
    http://urbanlegends.about.com/library/bl_pit_bull_vs_porcupine.htm

    Meine Vermutung zum Tathergang: Ein armer, schlecht oder/und nach Zeilen bezahlter Redakteur wusste nicht was schreiben, suchte sich diese Bilder und schrieb eine kleine Story. Die Story selbst übrigens verstösst gegen die ungeschriebenen Gesetze journalistischer Texte (W-Regeln). Es steht nämlich weder wo, noch wann sich das Ereignis zugetragen hat. So einen Redakteur, der das Prinzip “news are actually ‘olds’” zu wörtlich genommen hat, würde ich feuern. Und den “20 Minuten”-Lesern würde ich empfehlen, nicht alles zu glauben, was sie in diesem Blatt lesen.

    zugetragen von Gottardo.

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  • 10 Feb 2007 /  Allgemein

    Jedermann hasst Anwalts-Shows im Nachmittagsfernsehen. Wie sieht es aber mit einem Anwalts-Game aus?

    phoenix wright

    In “Phoenix Wright” für Nintendo DS spiele ich einen jungen, grünschnäbligen Anwalt, der sich der Verteidigung unschuldiger Klienten annimmt. Insgesamt fünf Fälle gilt es zu gewinnen. Ich bin beim dritten Fall angelangt, nachdem Phoenix in der besonders spannenden zweiten Episode zuerst seine attraktive Chefin in ihrer Kanzlei ermordet auffindet und später selbst des Mordes bezichtigt wird.

    GRAFIK, SOUND, STEUERUNG
    Die Grafik ist im Anime-/Manga-Stil gehalten und schön gezeichnet. Der Sound fängt die Atmosphäre von Tatorten, Gerichtssaal und Story-Entwicklungen gut ein, wiederholt sich aber schnell. Die Story, meist in Standbildern erzählt, bietet viele ungeahnte Wendungen, natürlich hat das Spielgeschehen so viel mit der wirklichen Jurisdiktion zu tun wie Castingshow-Kandidaten mit Gesangskunst. Dennoch macht es ungeheueren Spass, der Story zu folgen. Die Steuerung ist, wie nicht anders von einer Game-Boy-Advance-Umsetzung zu erwarten, nicht sehr an die Interface-Möglichkeiten des DS-Geräts angepasst, einzig im neu dazuprogrammierten fünften Fall, wie ich mir habe sagen lassen, wird der Touchscreen intensiver genutzt. In allen Episoden ist es möglich, während des Kreuzverhörs laut “Einspruch!” ins DS-Mikrofon zu schreien. Da ich aber vor allem nächtens spiele, erhebe ich den Einspruch über die weniger störende Tastendruck-Alternative.

    FAZIT
    Da das tagelange Wälzen von Bundesgerichtsentscheiden als Game nicht sehr interessant wäre, muss Phoenix natürlich auch die Tatorte genau untersuchen, mit Zeugen sprechen und Beweise sammeln. Das Spielprinzip besteht denn auch hauptsächlich darin, aufmerksam alle Dialoge zu lesen. Und das Spiel besteht praktisch ausschliesslich aus diesen Dialogen. Womit wir auch schon beim Nachteil dieses Spiels angelangt wären: der Langzeitmotivation. Kenne ich einen Fall, somit den Täter, die Argumentation und die Details, ist der Wiederspielwert gering. Ich erwarte also, dass ich mich wieder New Super Mario Bros. zuwenden werde, nachdem ich auch den letzten Fall gelöst und gewonnen habe. Bis dahin habe ich aber noch jede Menge Spass mit dem Anwalt frisch von der Uni.

    Link: Kleine Flash-Spielerei, gefertigt aus “Phoenix-Wright”-Grafik

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