• 26 Okt 2006 /  Allgemein

    Der Verein “Swissblogpress” hat seine Tätigkeit aufgenommen. Ich habe schon mal viel Erfolg gewünscht. Der Ziele sind einige, hoch gesteckte. Die Erzeugung von (medialer) Aufmerksamkeit zum Beispiel. Mitglieder sollen zudem von gemeinsamen Marketingmassnahmen, Rechtsberatung und Wissensaustausch profitieren können.

    Soll ein positives Image für die Blogger geschaffen und irgendwann als verlagsähnliche Organisation Geld verdient werden, so ist publizistische Qualität unerlässlich. Das leuchtet uns allen ein. Aber warum ist dann der Leumund dabei? Hehe…

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  • 26 Okt 2006 /  Allgemein

    Die jahrzentelange Beschäftigung mit immer demselben Warenwirtschaftssystem (nicht Nintendo Entertainment System!) scheint Wissensarbeiter zu befähigen, weit mehr als oberflachöse Diskussionen in Kinderkramblogs zu führen. Nein, die eingehende Beschäftigung mit wunderbaren Histories scheint als Zusatznutzen auch das Sprachgefühl zu schärfen. Aber lesen Sie selbst…

    “Blogs sind Spielereien für kleine Kinder”. Das vermeldet ein Kommentator im Golem.de-Forum. Hier der ganze, ähm, ja, Diskussionsbeitrag:

    Was soll der ganze Scheiß mit Web2.0?
    Was ist denn an Blog’s so neu und toll?
    Das sind nur spielereien für kleine Kinder.
    Ist euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass das was hinter Blog und Co. steht der Ursprung des Internets war. Wenn ich es als Firma nötig habe auf Blogs zurück zu greifen, ist das ein Armutszeugnis.
    Wir arbeiten seit DOS Zeiten mit einem Program für die komplette Warenwirtschaft und da gibt es wunderbare Histories no need for blogging
    blob I hat such superficious discussions

    Nein, diesmal ist es nicht der Deppenapostroph bei “Blog’s”, auch nicht die verpasste Grossschreibung bei Nomen wie in “spielereien”. Kommafehler macht jeder einmal, dieser Bursche lässt drei Kommata aus. Auch das fehlende m in “Program” erregt nicht meine Aufmerksamkeit. Das Leerzeichen in “DOS Zeiten” fällt auch nicht weiter ins Gewicht. Mir selber tun Plurale wie “Histories” in deutschen Texten nicht so weh wie der “Duden”-Redatkon. Nein, aber mir gefällt dieser Satz:

    blob I hat such superficious discussions

    blob? A boy and his blob? Das war ein Game auf dem Nintendo Entertainment System.
    I hat such? Ich hatte gesucht? Ich suchte den englischen Hut? Es soll wahrscheinlich “ich hasse solche” heissen.
    superficious? Wörtlich übersetzt etwa “oberflachös”. “Oberflächlich” heisst meines Erachtens immer noch “superficial”. Oder ist das superstiziös?

    Das Beispiel zeigt, dass Netzwerken wie Swissblogpress noch viel Aufklärungsarbeit bezüglich des Blogging-Potenzials bevorsteht.

    Dieser und andere Kommentare wurden übrigens auf den Beitrag “IT-Verband: Bloggen in Firmen tut Not” hin verfasst, der es zum einen versäumt, Nichtdeutschen zu erklären, wer der Bitkom-Verband ist und zum anderen, welche Vorstellungen sich Bitkom über den konkreten Einsatz von Web-2.0-Technologie im Wissensmanagement macht.

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  • 18 Okt 2006 /  Allgemein

    Major Nelson kündigt die Veröffentlichung von Lumines Live für heute an! In wenigen Stunden wird der Download für satte 1200 Punkte erhältlich sein. Dazu gibt es ein optionales Content-Paket für nochmals 600 Punkte. Riecht nach Abzocke, aber bei einer Franchise wie “Lumines” ist mir das egal. CU!

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  • 16 Okt 2006 /  Allgemein

    Ein Mensch produziert im Laufe seines Lebens gut und noch so gern 40’000 Liter Urin (Mensch in Zahlen – Wikibooks). Er täte gut daran, nicht auch noch Buchstabenbrunz auszuscheiden.

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  • 13 Okt 2006 /  Allgemein

    Romanesco habe ich zwar immer noch gern, aber trotzdem war ein neues WordPress-Theme schon seit längerem fällig. Die Wahl fiel auf BinaryBlue, welches mit einigen AJAX-Spielereien (und auch Widgets) aufwartet. Aussehen und Funktionen entsprechen noch nicht ganz meinen Vorstellungen, aber im Moment habe ich ja Zeit zum Pröbeln.

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  • 13 Okt 2006 /  Allgemein

    Just in case someone is interested: Blick Online.

    Nein, Ringier ist nicht BEESE!

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  • 13 Okt 2006 /  Allgemein

    Besitzer des multifunktionalen Netzwerkspeichers Disk Station 106e oder 106 können im Rahmen des Synology Beta-Programms eine neu erscheinende Firmware testen.
    Die Taiwaner Firma ist dafür bekannt, mittels Firmware-Upgrade dem gekauften Gerät neue Features und Gimmicks hinzuzufügen. So wurde aus der Netzwerkfestplatte inzwischen ein UPnP-fähiger Streamingserver, ein PC-unabhängiger BitTorrent-Downloader und gar ein Webserver mit PHP und MySQL (Beispiel? Hier.) – embedded Linux machts möglich. Die Beta scheint allerdings mehr ein Service-Release zu sein, wie das Changelog berichtet.
    Eigene Erweiterungsideen? Für 20 “Bucks” Bearbeitungsgebühr übrigens können Sie selbst im GPL-lizensierten Quellcode herumwüten. Hier schon mal einige Tipps zum Anfangen.

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  • 12 Okt 2006 /  Allgemein

    Die Themen dieses Artikels sind die Vorzüge der Arbeit in kleineren Betrieben und mein Interesse an der praktischen Ausübung von Public Relations.

    A friend of a friend of a friend – soziale Netzwerke sind cool. Sites wie Klassenfreunde (am besten einloggen) oder Xing (Eingeloggte sehen u.a. meine Kontakte) ermöglichen die Suche nach alten Schulkameraden bzw. Arbeitskollegen, die man aus dem Auge verloren hat. Oder sie machen es einfach, neue Kontakte zu knüpfen.
    Wer auf openBC/Xing meine Arbeitserfahrung betrachtet, sieht, dass ich schon bei KMU und bei Grosskonzernen gearbeitet habe. Beides hat seine Vorteile. Während bei den “Grossen” nach meiner Erfahrung eine relativ starre Organisation mit grosser Differenzierung zwischen den Funktionen herrscht, ist bei den “kleinen” Unternehmen oft eine flexiblere Job Description möglich. In kleinen Unternehmen sind mehr Generalisten gefragt, was nicht heisst, dass die Spezialisten in Grossunternehmen in jedem Fall mehr von ihrem Fach verstehen…

    So, jetzt habe ich aber extraweit ausgeholt…
    Bei meinem Arbeitgeber Brack Electronics AG sind Public Relations und Marketing Communications gemeinsam in der Marketingabteilung organisiert. Deshalb komme ich auch in den Genuss, für beide Organisationsfunktionen Texte zu verfassen. Die Kommunikation mit Anspruchsgruppen wie Medien, Verwaltung oder Mitarbeitern interessiert mich in letzter Zeit besonders, weshalb ich mich auf diesem Gebiet weiterbilden möchte. Zwar habe ich während meines Studiums diverse Vorlesungen zum Thema besucht und wichtige Arbeiten (aus dieser wissenschaftlichen Serie) gelesen, doch fehlt der Praxisbezug. Dieser Kurs am Schweizerischen PR-Institut ist etwas teuer, wurde mir aber ans Herz gelegt. Den Einstieg suche ich mit folgender Praxisliteratur:

    praxium beltz
    Praxium Beltz

    Das Buch aus dem Praxium-Verlag (mittlerweile gibt es eine neuere Auflage) macht eher oberflächliche, konkrete Vorschläge. Das Beltz-Buch dagegen ist hintergründiger verfasst, wobei auch die Planung von PR-Massnahmen nicht zu kurz kommt. Mit einer Rezension warte ich, bis ich beide durchgelesen habe. Sie wissen ja, wo Sie wieder hinkommen müssen.

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  • 11 Okt 2006 /  Allgemein

    In einer TV-Sendung habe ich die Wendung “Zwiespalt säen” gehört. Kommt Ihnen das auch spanisch vor? Wenn nein, dann vielleicht wie eine kontaminierte Wendung? Google findet 47 Ergebnisse für “Zwiespalt säen“. Im umfangreichen Textkorpus der Wortschatz-Suchmaschine der Uni Leipzig kann diese Wendung nicht gefunden werden. Richtig sät man Zwietracht.

    Im Eifer des sprachlichen Gefechts kann es schon einmal passieren, dass gleich anlautende, ähnlich klingende Wörter vertauscht werden (sie sind beide zweisilbig und fangen mit “Zwie-” an). Fraglich, ob sie auch synonym verwendbar sind (die Sprachverarbeitung der Uni Leipzig gibt es als Synonym an) und ob gar Synonyme in festen Wendungen austauschbar sind: Ist eine unklare Tasse immer noch dasselbe wie eine trübe Tasse?

    Mit anderen Worten: lässt sich Zwiespalt säen? Zwiespalt bezeichnet “unüberbrückbare Differenzen” (eine häufig gehörte und gelesene Wendung), im inneren Zwiespalt befindet man sich, wenn man unschlüssig ist, wie man sich verhalten oder für welche Option man sich entscheiden soll.
    Zwietracht dagegen bezeichnet meiner Meinung nach eher einen emotionalen Zustand, eine disharmonische Stimmung innerhalb einer beliebigen Gruppe ohne Entscheidungsdruck.

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  • 10 Okt 2006 /  Allgemein

    Gestern habe ich auf Laestermaul über ein falsches Bild auf Blick Online geschrieben. Ein Redakteur ist offensichtlich darauf gestossen und hat einen Kommentar hinterlassen. Das Bild sei von der Agentur falsch geliefert worden und sie hätten es ersetzt. Anstatt sich auf diese Weise fürs Aufmerksammachen zu bedanken, hätte Ringier genauso gut verlangen können, dass ich den Post vom Netz nehme. Was ich auch getan hätte, denn schliesslich wars schon etwas frech von mir, nicht den Kontakt mit den Medienmachern zu suchen, sondern den kleinen Lapsus als Stoff für mein Weblog zu gebrauchen.

    neuerdings berichtet zwei Mal über dieselbe Neuheit
    Niemand ist perfekt und braucht es auch nicht zu sein. Und ich bin auch keiner, der Liebesbriefe mit dem roten Kugelschreiber liest. Bei Bloggern gehe ich etwas subtiler vor als bei den etablierten Massenmedien. Meistens hinterlasse ich einen Kommentar und warte auf Stellungnahme. Dass ich den folgenden Sachverhalt trotzdem auf Laestermaul bringe, hat sich das Gadget-Blog neuerdings.com selbst zuzuschreiben. Denn genau so einen (nota bene höflich formulierten) Kommentar von mir haben die Autoren gelöscht.

    Damian Amherd schrieb gestern einen Artikel über einen USB-Hub, der aus mehreren drehbaren Würfeln besteht. Christina Schmid, ebenfalls Autorin bei neuerdings.com, schrieb heute einen Artikel über einen USB-Hub, der aus mehreren drehbaren Würfeln besteht. Dasselbe Produkt kurz mit einem Link als nie dagewesen vorgestellt, würde ich sagen.

    Nicht die feine Art
    In einem Kommentar beim neueren Blogartikel machte ich darauf aufmerksam. Vor kurzer Zeit schaute ich wieder auf neuerdings.com vorbei, in der Erwartung, dass jemand meinen Kommentar gesehen hatte und sich bedankte oder in irgendeiner Form anders reagierte. Aber sieh da: der Kommentar war weg und mit ihm der zweite Artikel. Beides ist gelöscht worden. Fast drei Jahre lese und kommentiere ich auf Weblogs, aber ein Kommentar ist meines Wissens noch nie gelöscht worden. Was neuerdings.com dagegen auf keinen Fall löschen würde, ist ein Testbericht über ein (vermeintlich? Keine Ahnung!) schlechtes Gerät, auch wenn der Hersteller die Autoren darum bittet, wie der Post hier zeigt. Passiert anderen ein Missgeschick, versucht man die Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Passiert einem selbst eines, dann wird davon abgelenkt.

    Wenn schon vertuschen, dann wenigstens nicht erwischen lassen
    Begangene Fehler zu vertuschen ist minderwertige PR. Der beste Weg, um einerseits das eigene Gesicht zu wahren und andererseits den kommunikativen Bedürfnissen von mir als Stakeholder genüge zu tun, wäre gewesen, wenn mich eine/r der Autoren diskret via E-Mail über die Löschung des Beitrags informiert hätte. Aber wenn schon vertuschen, dann wenigstens alle Spuren verwischen: Dank meiner Kommentarverfolgung auf coComment bleibt der Kommentar zum nicht mehr vorhandenen Post (http://neuerdings.com/2006/10/10/lets-twist-again/, nicht mehr gültig) archiviert:

    lost article

    Von wegen “ungefilterte Schreibe”
    Das Weblog neuerdings.com ist Teil des Unternehmens blogwerk, das mit dem Aufbau eines professionellen Netzwerks monothematischer Blogs über Bannerwerbung Geld verdienen will. Auf dem Weg zur Profession muss die “Schreibe” tatsächlich ungefiltert sein, denn freie Meinungsäusserung ist eine Stärke von Weblogs. Und auf dem Weg zur professionellen PR in eigener Sache muss eine “Corporate Identity” her, die nicht nur ein gemeinsames Design, sondern auch gemeinsame Verhaltensregeln gegenüber der Öffentlichkeit festlegt.

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