• 28 Jan 2006 /  Allgemein

    Einfach beispiellos, welchen Rummel Josef “Ich habe dieses verrückte Leben nicht nötig, das ich gegenwärtig führe” Zysiadis mit seinem Umzug nach Obwalden ausgelöst hat. Ein brillant inszenierter PR-Gag für seine Person, würde ich sehr wohl meinen. Allerdings nicht sein Bier, sich in Obwaldner Steuerangelegenheiten einzumischen.
    Deshalb ziehe ich jetzt nach Chur um. Dort kann ich mich dann in einen Streit zwischen Freimaurern aus dem Bündner Guantánamo und physiognomikinteressierten Justizopfern einmischen, der mich zwar völlig nichts angeht, aber sicher noch einmal medienwirksam in Szene gesetzt werden kann. In diesem Sinne, schönes Wochenende, ich muss noch ein Mailing an meinen Presseverteiler schicken.

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  • 28 Jan 2006 /  Allgemein

    Sie wissen nicht, was der Nasenfrikativ ist? Das ist ein Geräusch, das ich überhaupt nicht mag. Besonders im öffentlichen Verkehr, wenn ein Nasenfrikativist hinter mir sitzt und mir einen Hauch von Verwesung in den Nacken bläst. Nasenfrikativ nenne ich das Zischen (in Extremfällen sogar das Pfeifen), das entsteht, wenn vertrockneter Schleim in der Nase den Atemweg so weit verstopft, dass für ein mit etwas Pressen ausgeführter Luftzug nur noch eine enge Öffnung übrig bleibt. Brr…. Lasst das Geschnaube und schneuzt mal so richtig durch.

    Frikative übrigens nennt man auch die Zischlaute der Sprache, die sich dasselbe Prinzip im Mundraum zu Nutze machen (z. B. f, s, sch, die zwei ch sind im Deutschen am häufigsten). Auch nonverbale Artikulationen wie “Suppenblasen” oder Keuchen sind als Frikative realisiert.

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  • 28 Jan 2006 /  Allgemein

    Was heisst JBOD? Just a bunch of disks. Ich hab’ das für Sie mal illustriert:

    JBOD

    Haben Sie von mir mehr erwartet? *lol*
    Für das gibt’s doch (den JBOD-Artikel in) Wikipedia!

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  • 28 Jan 2006 /  Allgemein

    Der PR-Berater Marcel Bernet rief für ein Buchprojekt in seinem Blog dazu auf, Todsünden der Medienarbeit im Internet aufzuzählen. Mein Vorschlag wurde aufgenommen (siehe in diesem Kommentar, der nur teilweise mit dem Post darüber zu tun hatte). Es ging um Corporate Weblogs ohne Kommentarfunktion, mir fiel aber gerade keiner ein. Dank eines Beitrags von Polissilop kann ich jetzt ein Anschauungsbeispiel präsentieren: Die gesammelte Moderatorengarde von TeleZüri bloggt – die eine mehr, der andere (seines Zeichens Chefredaktor und Programmchef) weniger – ohne Kommentarmöglichkeit.

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  • 27 Jan 2006 /  Allgemein

    …ist vor fast genau drei Jahren, nämlich am 26. Februar 2003 auf der Frontseite des “Sarganserländers” erschienen:

    Feinstaub-Artikel

    PM10 ist übrigens kein grober Staub mehr, sondern Feinstaub, aber grober Feinstaub. Es gibt noch PM2.5, PM1 und PM0.1, die noch kleinere Teilchen bezeichnen. Da diese noch tiefer in den Körper eindringen können, sind sie besonders gefährlich. Ach ja, wegen der Musik im Titel: Es war Fasnachtszeit in Mels und Umgebung.

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  • 24 Jan 2006 /  Allgemein


    Ich sattle die Hühner, ich mach’ mich vom Acker, ich verschwinde von der Bildfläche, mach’ mich dünn, haue ab. Mach’ die Fliege, entfleuche, weiche, mach’ mich unsichtbar, löse mich in Luft auf. Ich quittiere den Dienst, räume das Feld, mache Platz, trete zurück, danke ab und gehe. Kurz: Ich habe gekündigt und gebe heute meine letzte Vorstellung.


    So begann mein Abschiedsmail an den Helpdesk. Am Wochenende ging ich das letzte Mal für cablecom telefonieren. Einer meiner Logins funktionierte bereits nicht mehr; zudem schmierte das Computer-Telephone-Interface ab (böse Zungen würden jetzt “typisch” denken, wenn Zungen denken könnten). Die Kunden, häufig Welsche – wie immer am Wochenende – waren recht freundlich – wie selten am Wochenende – und ich konnte in den meisten Fällen helfen (hob die intrinsische Motivation).
    Die Kollegen verabschiedeten sich ganz nett und freuten sich mit mir über meine neue Arbeitsstelle. Das Geschäft scheint den meisten Leuten ein Begriff zu sein, und ein ziemlich positiv konnotierter noch dazu. Und dort ist es auch wirklich toll and more, aber davon ein andermal.

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  • 23 Jan 2006 /  Allgemein

    Es steht doch hier (heutige Ausgabe von “20 Minuten”):

    Der DOS-Virus

    “Der Bootsektor-Virus (…) infizierte Rechner mit dem Betriebssystem MS-DOS über Floppy-Disketten (…).” Der hat aber voll eingeschlagen, der MS-DOS-Virus!

    Der grammatische Hintergrund: Warum ich über diesen Satz beim ersten Durchlesen stolperte, liegt in der Präpositionalgruppe “mit dem Betriebssystem MS-DOS” begründet. An dieser Stelle im Satz lässt sich rein syntaktisch gesehen nicht determinieren, ob sie zur Nominalgruppe “Rechner” gehört (= Rechner mit dem Betriebssystem MS-DOS), oder ob sie das Verb “infizierte” (jdn. mit etw. infizieren) ergänzt. Der Satz ist somit mehrdeutig.

    Der Journalist hätte diese Textstelle eindeutiger formulieren können: “Der Bootsektor-Virus (…) infizierte MS-DOS-Rechner über Floppy-Disketten (…).” In der gesprochenen Sprache hätte man suprasegmentale Mittel wie z.B. die Betonung zur Verfügung, die Satzteile von einander abzugrenzen.

    Übrigens, zur Zeit des Bootsektor-Virus “Brain” gab es bereits die Version 3.2 von MS-DOS. Von der Versionsnummer her gesehen, können wohl nicht nur Microsoft-Hasser darauf schliessen, dass bereits viele Rechner mit MS-DOS “infiziert” waren.

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  • 19 Jan 2006 /  Allgemein

    models

    Kein Wunder, dass dem Staat Finanzen abgehen, wenn das Bundesamt für Sport 54 Millionen Franken für ein Model ausgibt, das ich bislang weder auf einem Plakat noch im Fernsehen erblicken durfte!

    *SLURRRP!* Ja ich weiss, der ist wieder mal aus den Fingern gesaugt. Aber ich habe ja momentan so keine Zeit für anständige Blog-Posts. Und im “20 Minuten” – zuverlässig wie immer – fand ich in der heutigen Ausgabe schon auf Seite 6 obigen Tippfehler. Das reicht immerhin für einen Quickie-Post (dieses Wort hätte ich jetzt nicht schreiben sollen. Na wenigstens habe ich Ruhe, bis Googlebot das nächste Mal hier crawlt).

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  • 14 Jan 2006 /  Allgemein

    Wie die geneigte Leserin/der geneigte Leser bemerkt hat, bin ich diese Woche nicht zum Bloggen gekommen. Deshalb hier noch so einige Dinge, bei denen mich der mögliche Blog-Post unter den Fingern gejuckt hat.

    Timestamps als Tags
    Mir ist da die Idee gekommen, mittels dem Tagging-System nicht nur die Blog-Kategorien zu eliminieren. Warum habe ich bislang nirgendwo gelesen, dass es Sinn machen kann, aus dem Datum Tags für Jahr, Monat und Tag zu machen? Im Permalink nämlich verhält sich (zumindest in einer WP-Standardinstallation) das Datum wie eine Kategorienstruktur. Warum die nicht auch eliminieren? Mittels logischer Verknüpfung kann ja trotzdem zu jedem Tag der entsprechende Post gefunden werden. Allerdings wird das System dann auch flexibler. Es würde dann zum Beispiel möglich werden, Posts von jedem 25. anzuzeigen. Oder alle Posts von 2004. Über Tag-Wolken bei Feed-Sammlern könnte man schauen, was andere Leute am 14. Februar 2005 geschrieben haben. Was meinen andere Blogger dazu?

    Generöses Schweizer Fernsehen
    Diejenigen Leute, die auf der Publizistik-Mailingliste eingeschrieben sind, erhielten vor kurzer Zeit ein E-Mail. Das Schweizer Fernsehen bot allen Publizistikstudis der Uni Zürich Freikarten für die SwissAwards an. Man brauchte sich bloss auf einer bestimmten E-Mail-Adresse zu melden. Hach, zu dumm, bin ich kein Publizistikstudi (mehr).

    buureradio.ch liest Webstatistiken
    Aus deren Newsletter:

    So werden im Schnitt pro Tag rund 15’000 Zuhörerinnen und Zuhörer gezählt (…)

    und

    Der breite Publikumszuspruch, in der Startwoche wurden über 350′000 Streams ausgeliefert, und die zahlreichen Rückmeldungen aus der Hörerschaft mit über 400 Gästebucheintragungen zeigen, dass Schweizer Volksmusik äusserst beliebt und in den bestehenden Radioprogrammen sehr vermisst wird. Ebenso trägt das Musikprogramm von buureradio.ch dazu bei, dass bereits 3 Tage nach dem Start Rückmeldungen aus über 15 Ländern eingingen, in denen sich vor allem Auslandschweizer für das Programm bedanken.

    Aber wieviele Bauern hören buureradio im Stall, Herr Brunner?

    In diesem Sinne: schönes Week-end!

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  • 14 Jan 2006 /  Allgemein

    Und zwar übermorgen. Das schlicht mit “Blog” benannte Weblog brachte am 16. Januar 2004 ein erstes Posting. Damals arbeitete ich noch mit Dreamweaver und einer Datei namens “blog.htm”. Im April 2004 dann folgte der Umstieg auf eine Software, die es mir ermöglichte, per einfachem Web-Interface Beiträge zu veröffentlichen – WordPress 1.02. Gleichzeitig eröffnete mir WordPress die mehr oder weniger konstitutiven Features der Blogosphäre, von denen mir mein damaliger Arbeitskollege Stefan erzählte: Kommentare, Trackbacks, Syndikation und Aggregation. Für die alten Beiträge von “blog.htm” schuf ich eine Kategorie “Urblog” und übertrug sie mittels Copy&Paste mühsam in WordPress.

    Damals wurde auch der Name “Laestermaul” geboren, der im Laufe der Zeit einige Mutationen im Zusammenhang mit dem Studienabschluss über sich ergehen lassen musste.
    Einige WordPress-Inkarnationen später entschied ich mich für das “Kubrick”-Design und gab mein altes Bastel-Webdesign auf. Mit Plugins wollte ich immer wieder neue Funktionen hinzufügen. Ich eröffnete einen del.icio.us-Account und band die Bookmarks auf meinem Blog ein. Bei populären Artikeln baute ich Werbung ein. Ich liess mich auf Tagging ein. Liess das Laestermaul-Weblog bei neuen aufkommenden Aggregatoren eintragen. Und so schnell sind also zwei Jahre vergangen, und wir sind wieder beim heutigen Tag angelangt. Laestermaul hat in den zwei Jahren einige Leserinnen und Leser gefunden und rangiert in Sachen Verlinkung in der Blogosphäre unter den Top 150 (heute: Platz 125) der gelisteten Schweizer Weblogs (es sollen schon über 800 sein).

    Der Verfasser dankt allen, die hier vorbeischauen, lesen und kommentieren, recht herzlich.

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