31 Aug 2005 /
Allgemein
Wie einige von Euch wissen, habe ich momentan viel Zeit, um fern zu sehen. Unter anderem hat es mir die Sendung “Blue’s Clues – Blau und schlau” (NickJr.) auf Super RTL angetan.
Sie wird täglich (auch am Wochenende) jeweils um 8.30 Uhr ausgestrahlt. Vorletzte Woche verblüffte mich, dass Super RTL von Montag bis Sonntag die haargenau selbe Episode ausstrahlte und dachte mir, das könne doch nicht sein, die Senderbetreiber haben einfach das Band auf “Repeat” gestellt und seien in die Ferien gegangen.
Dann aber erinnerte ich mich, dass ich schon einmal etwas über diese Serie fürs Vorschulalter gelesen hatte, nämlich zur Prüfungsvorbereitung fürs Thema “Kinder und Medien”:
Blue’s Clues is a game show for preschoolers that uses a live host who speaks directly to the audience, an animated game marker called Blue who reveals clues for the audience (…). Blue is an animated dog that leads the preschoolers, with the help of a live host, through a game of guess what the answer is, similar to a game show (…). The same show is cablecast 5 days for a week of viewing the same episode. (…) Research Director Wilder says research is the key to success (…). Research done on the show indicates the television strategy of showing each episode to the audience 5 days instead of one showing a week increases the confidence children have as indicated by their increased interactions while viewing.
aus Kundanis, Rose (2003): Children, teens, families, and mass media: the millennial generation. Mahwah NJ, p. 161ff.
Danach zitiert die Autorin eine medienpsychologische Studie zur Sendung (Anderson et al. 2000, p.192), bei der festgehalten wurde:
“The episode repetition strategy improves comprehension while holding attention and increasing audience participation. As children watch Blue’s Clues over months and years, their liking for the program increases, and the program has a beneficial cognitive and social impact, as measured by testing and caretaker’s impressions. This suggests that the benefits to cognitive development that come from watching Blue’s Clues are both cumulative and durable. Given the program’s large audience, it appears that the program is not only doing well, but it is also doing good.” (ebd.)
Ihr braucht Euch also keine Sorgen um meine Verblödung zu machen – ich gucke nur pädagogisch wertvolle Sendungen. Allerdings ertrage ich eine Blue’s Clues-Folge nur jeweils einmal.
31 Aug 2005 /
Allgemein
Jetzt zahlen wir’s den Deutschen heim (vgl. Artikel), indem wir der kommenden Lokalausgabe der Rateshow “Genial daneben” von Sat1 Schweiz blossstellende Fragen über Deutsche zuschanzen. Ich hoffe, Viktor Giacobbo, Mike Müller, Patrick Frey und Co. lassen unter der Moderation von Frank Baumann einige fiese Kommentare springen.
31 Aug 2005 /
Allgemein
Hier bei der Glückskette mit dem Vermerk “Unwetter Schweiz”. Geht auch online.
31 Aug 2005 /
Allgemein
Ich bin wieder hier in meinem Revier
war nie wirklich weg hab mich nur versteckt
ich rieche den Dreck ich atme tief ein
und dann bin ich mir sicher wieder zu Hause zu sein
Ich bin wieder da noch immer ein Star
noch immer ein Held für kein Geld der Welt
war nie wirklich weg hab mich nur versteckt
und eines ist sicher ich geh nie wieder weg
(Westernhagen)
Ein Willkomm zur Rückkehr in die Bloggerszene. Leider fehlen mir 20 Raucherjahre, um Westernhagens rauchige Stimme hinzukriegen.
30 Aug 2005 /
Allgemein
Weder ein Hochwasser noch ein von den Medien heiss geliebter Bär haben mich versehrt. Nein, es ist wieder Abstimmungszeit und eins von 600 000 Exemplaren der “Schweizerzeit“, der “bürgerlich-konservativen Zeitung für Unabhängigkeit, Föderalismus und Freiheit” lag ungebeten im Briefkasten. Acht Seiten Propaganda gegen die “Ost-Personenfreizügigkeit” (Seite 6).
Und natürlich ein obligater Einzahlungsschein. Denn man will ja schliesslich “mehr als nur die von oben gesteuerte Einheitskost vorgesetzt bekommen” (Seite 1) und muss “mit einer Spende die grossen Kosten dieser “Schweizerzeit”-Sonderausgabe (…) mittragen” (Seite 4). Denn anders als die “in Sachen EU-Kurs regierungsdevoten Schweizer Medien” (Seite 3) und die in Geld schwimmenden “Verbandsfunktionäre der Arbeitgeber und Gewerkschaften, die dem Volk ein Ja zur Ost-Personenfreizügigkeit aufschwatzen sollten” (Seite 8), bietet das Pamphlet “unverzichtbare Information über die Folgen ungehinderter Ost-Zuwanderung” (Seite 4).
Nebst unidirektional vielseitigen Leserbriefen und Büchertipps darf der Limerick nicht fehlen:
Sie kommen, die Dealer und Schieber,
bei uns geht’s drauf, drunter und drüber;
wir werden geprellt,
und der Rechtsstaat zerfällt;
das Fass läuft dann endgültig über!
Und übrigens “droht Schweizer Studenten bald das Schicksal von noch überfüllteren Unis und stärkeren Zulassungsbeschränkungen, bei denen die Nationalität gemäss dem Nichtdiskriminierungsgebot keine Rolle mehr spielen darf.” (Seite 8). Ich hoffe, das mache keinem einzigen Schweizer Studenten Angst. Es heisst ja nicht grundlos “Universität”, nicht “Singularität”.
Wo wir gerade bei der Sprache sind: Wer Geld hat, um eine halbe Million mal die “Schweizerzeit” zu produzieren und zu verteilen, der darf auch mal etwas ganz anderes kritisieren, das gar nicht zum Thema passt: die “Tipps für die geschlechtergerechte Sprache“, herausgegeben von der Fachstelle für Gleichberechtigung an der Universität St. Gallen. Während man diesen Empfehlungen kritisch gegenüber stehen kann, sollten sie nicht verspottet werden, wie ET, der Autor dieser wahrlich ausserirdischen Kolumne (Seite 6), dies tut. Gemäss Autor wälzt die Fachstelle “unglaubliche Probleme” und es würden “wieder einmal alle Register der längst abgedroschenen Emanzipationsdiskussion gezogen und die Leier vom armen weiblichen Geschlecht gespielt”. Die Leute dort seien ausserdem offenbar “etwas unterbeschäftigt”. Den Schlusssatz muss ich als Ganzen zitieren:
“Eine gute St. Galler Bratwurst taugt da vorläufig mehr als versponnene Sprachtipps weltfremder Möchtegern-Wissenschafter…”
Fragt sich, wer hier die unterbeschäftigten, weltfremden Möchtegerns sind.
Tags: business, Campus, eu, limerick, politik, schluer, schweiz, schweizerzeit, sprache, studium
30 Aug 2005 /
Allgemein
Der A-Quotient
Auch im Hinblick auf den nächstzupublizierenden Post
30 Aug 2005 /
Allgemein
Max Raabe und das Palastorchester kommen wieder nach Luzern. Am fünften Februar 2006 ist es wieder so weit. Überzeugen Sie sich selbst, dass Max Raabe nicht nur ein brillanter Sänger, sondern auch ein exzellenter Entertainer ist.
Links:
Raabes Website
Tickets buchen beim Veranstalter Obrasso Classic Events
Mein Konzertbericht aus 2004
30 Aug 2005 /
Allgemein
Maximal drei Songs pro Woche kann aus einer speziellen Auswahl des iTunes Music Store downloaden, wer seine sensiblen Daten via Registration auf QS by s.Oliver preisgibt. Auf die Ohren gibt’s vor allem von Chartstürmern wie Green Day, Coldplay, Gwen Stefani oder auch Wir sind Helden. Die Auswahl ist allerdings bescheiden. Aber immerhin; für Nicht-Kreditkartenbesitzer wie mich die einzige Möglichkeit, Apples komfortablen Online-Musikladen zu nutzen.
Update 6. September 2005: Nicht wirklich beschränkt auf die s.Oliver-Auswahl…
Update 21. September 2005: Schade, die Aktion ist beendet.
30 Aug 2005 /
Allgemein
Der neue Weblog PSP-Welt sucht talentierte Schreiberlinge mit Interesse an der Playstation Portable. Versprochen werden gelegentliche Testmuster zum Behalten. Na wenn die mir auch eine PSP zum Behalten stellen würden, würde ich mich glatt melden…
… wobei Mitarbeiter vielleicht etwas übertrieben ist, denn bezahlen kann euch niemand. Wer aber Lust hat an diesem Projekt mitzuwirken, soll sich doch kurz melden – wir bräuchten dringend neue Leute, die regelmässig das Internet nach coolen News zur Sony PSP durchforsten.
Anforderungen
Du solltest einigermassen gut schreiben können, journalistische Kenntnisse sind im Vorteil. Gewisse HTML-Basics sind auch gut, genau so wie minimale Bildbearbeitungskenntnisse. Und am wichtigsten: Ein prall gefüllter Newsreader / tonnenweise Lesezeichen mit Links zu heissen PSP Sites, so dass du die Leser immer wieder mit schrägen News zur PSP überraschen kannst! Wir arbeiten übrigens mit Sony zusammen, so dass ab und zu ein Game zum Test (und behalten natürlich) winkt [Hervorheb. reidan]. Interesse? Dann melde dich auf pspwelt(at)mobile-solutionz.ch. Logischweise das (at) einfach durch @ ersetzen..
Von: Daniel Rei
An: pspwelt (affenarsch) mobile-solutionz (punkt) ch
Datum: 30.08.2005 15:08
Betreff: pspwelt-mitarbeit
Liebe PSPWelt-Redaktion
Erhalten Eure Blogger auch eine PSP, um die gelegentlichen Testmuster spielen zu können?
Freundliche Grüsse
Daniel Rei
Hinter “PSP-Welt” steckt die Luzerner Firma Mobile Solutionz, ein Content Provider für Game-Inhalte. Dessen Texte müssen allerdings bezahlt werden.
02 Aug 2005 /
Allgemein
Auch ein Laestermaul muss sich einmal erholen. Es werden bis auf weiteres keine Kommentare moderiert und keine Posts geschrieben. Bitte nutzen Sie in der Zwischenzeit das 539 Posts umfassende Archiv oder klicken Sie sich durch die 15 Rubriken.