Teils fiktive, teils gestellte Fragen nach der heutigen Präsentation meiner Liz.-Arbeit im Institut Unterstrass:
Frage: “Warum müssen die Versuchspersonen zwei Fragebögen ausfüllen?”
Antwort: “Es geht um die Messung der Wirkung eines Mediums. Wenn man die Versuchspersonen nur nach der Präsentation des Mediums befragt, kann nicht eruiert werden, ob die Antworten durch das Medium, den Fragebogen oder Vorwissen und Interesse erklärt werden können. Im Vorfragebogen wird deshalb das Vorwissen, das Interesse und die Betroffenheit vorab gemessen, um danach Differenzen fest stellen zu können.
Genau genommen müsste man auch noch eine Gruppe einen Vor- und einen Nachfragebogen ausfüllen lassen, ohne das Medium zu zeigen. Erst dann kann man die Wirkung, die der Fragebogen artifiziell kreiert hat, wieder ausschalten.”
Frage:”Was sind Ihre Hypothesen?”
Antwort: “Das darf ich Ihnen nicht sagen, da dies Ihre Antworten verzerren könnte.”
Frage: “Warum haben Sie für Ihr Projekt 1.5 Jahre gebraucht? Hätte man das nicht auch schneller durchziehen können?”
Antwort: “Da ich nebenbei arbeite, konnte ich mich nicht zu 100 Prozent dem Lizentiatsprojekt widmen.”
Frage: “Hm, Ihre Stichprobenwahl scheint mehr oder weniger willkürlich. Nach welchen Kriterien wählen sie ihre Versuchspersonen? Sind Sie einfach froh, wenn Sie möglichst viele Versuchspersonen rekrutieren können?”
Beste Antwort: “Die Studie erhebt keinen Anspruch auf Repräsentativität. Sie soll explorativ gelten und neue Hypothesen zur gründlicheren Untersuchung generieren. Es reicht aus, wenn die Versuchspersonen einer der Zielgruppen der Intervention entspricht. Da die Zielgruppe recht weit gefasst ist, ist es legitim, so viele wie möglich befragen zu können.”